Weniger Arbeitszeit und geringerer Lohn: PWO reagiert auf rückläufige Abrufmengen am Standort Oberkirch und sichert im Gegenzug den betriebsbedingten Kündigungsschutz bis Ende 2026.

Die Automobilbranche steckt weiter in der Krise, jetzt sieht sich der Zulieferer Progess-Werk in Oberkirch (PWO) gezwungen, temporär Arbeitszeit und Entgelt zu reduzieren: Bis Ende des Jahres wird die Arbeitszeit je nach Auslastung um bis zu 7,63 Prozent reduziert und das Gehalt entsprechend angepasst. Darauf haben sich der Vorstand der PWO-Gruppe und der Betriebsrat laut Pressemitteilung geeinigt. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, bis zum 31. Dezember 2026 keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen auszusprechen.
Ein Ausschluss von betriebsbedingten Beendigungskündigungen ist im derzeit noch bis zum 31. Dezember 2027 laufenden Ergänzungstarifvertrag nicht vereinbart. Gleichzeitig werden die für 2026 vorgesehenen Investitionen in Digitalisierung und Kundenprojekte am Standort Oberkirch weiter durchgeführt.
Das Unternehmen wächst an allen zehn ausländischen Standorten weiterhin profitabel. Die Ausnahme bleibe der deutsche Produktionsstandort, der in diesem Jahr voraussichtlich einen Verlust machen wird. Trotz ausreichender Auftragslage seien die Abrufmengen in Oberkirch rückläufig
