53 Prozent mehr Firmenkredite, starke Erträge und deutlich gestärktes Eigenkapital: Die Volksbank Lahr wächst kräftig und profitiert vom wieder investierenden Mittelstand in der Ortenau.

53 Prozent mehr Firmenkredite – ist das die Trendwende? Tatsächlich investieren die Mittelständler in der Ortenau wieder. In neue Maschinen, in mehr Energieeffizienz, in Digitalisierung und die Ausweitung der Geschäftstätigkeit, berichtete die Volksbank Lahr bei der Vorstellung ihrer Bilanz für 2025. Das Firmenkreditgeschäft sei wieder auf Vorkrisenniveau und ziehe weiter an.
Ähnlich bemerkenswert: Keine nennenswerten Insolvenzen, kaum Firmen in Schieflage: Die Volksbank habe daher so gut wie keine Wertberichtigungen vorzunehmen. „Die Wirtschaft in unserer Region ist sehr robust“, so der Vorstandsvorsitzende Peter Rottenecker (auf unserem Bild im Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Neugart).
Auch sonst bleiben die Genossen aus Lahr eine Er-Volksbank: Mit 423 Mitarbeitern (+12) kam man auf ein betreutes Kundenvolumen von 6,745 Milliarden Euro (+ 4 Prozent). Die Bilanzsumme: 3,328 Milliarden Euro.
Mit Blick auf das Ende der Niedrigzinsphase und wegen neuer Rekordergebnisse beim Absatz von Lebens- und Rentenversicherungen ist die Bank auch mit ihrer Ertragslage sehr zufrieden. Von 45,7 Millionen Euro Zinsüberschuss und 23,1 Millionen Euro Provisionsergebnis blieb nach Abzug der Personal- und Verwaltungskosten ein Ergebnis vor Bewertung von 26,8 Millionen Euro.
Noch beeindruckender: Seit 2020 hat die Bank ihre Eigenkapitalausstattung um 47 Prozent auf nun 361 Millionen Euro verbessert. Rotteneckers Fazit daher: „Die Volksbank Lahr hat sich über die vergangenen Jahre hervorragend entwickelt.“
Warum die Volksbank ungeachtet all dieser Erfolge im klassischen Bankgeschäft mit der BlackVRst Equity auch ganz neue Weg geht und bewusst den Kontakt mit Neobrokern, Fintechs und Insure-Start-Ups sucht, erfahren Leser der Wirtschaft im Südwesten in unserer März-Ausgabe. Ulf Tietge
