Wirtschaft im Südwesten
9 | 2016
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UNTERNEHMEN
OFFENBURG.
Die Meiko Maschinenbau GmbH & Co. KG hat ihren
Umsatz vergangenes Jahr um knapp acht Prozent auf 301 Millionen
Euro gesteigert. In einer Presseinformation berichtet das Unterneh-
men von einem „erfreulichen Ergebnis in einem Markt, der sich
zumindest für die starken Länder Deutschland, Österreich und die
Schweiz im Bereich Spültechnik als gesättigt darstellt“. Meiko ist auf
die Herstellung professioneller Spülmaschinen für viele Branchen
spezialisiert. Das 1927 gegründete Unternehmen, das am Hauptsitz
in Offenburg sowie in den USA und in China produziert, liefert in
über 90 Länder. Die Exportquote lag 2015 bei 60 Prozent. Zu den
Kunden zählen Hotels, Gaststätten und Kantinen, Krankenhäuser
und Pflegeheime. Spültechnik von Meiko findet sich zudem in vielen
Kreuzfahrtschiffen, an Flüghäfen und in Flugzeugen, in sämtlichen
ICEs sowie bei Feuerwehren für die Reinigung von Atemschutzmas-
ken. Insgesamt arbeiten 2.160 Männer und Frauen für Meiko, 1.160
davon in Offenburg.
Geschäftsführer Stefan Scheringer sieht neben dem Export die
Digitalisierung als zweiten großen Motor für Veränderungen. An
der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine arbeitet Meiko
daher in vielerlei Weise. Bereits heute kommuniziert die Spültechnik
mit den Menschen, die sie bedienen. Per „Green-Eye-Technologie“
sagt die Maschine beispielsweise, wie man sie am günstigsten
bestückt, damit sie am wirtschaftlichsten betrieben werden kann.
Für den Herbst plant Meiko zudem eine App, mit der die Nutzer
Zugriff auf Projekt- und Maschinendaten wie Maschinendokumente,
Servicehistorie oder Ersatzteillisten haben. Jede Maschine werde
mit einem QR-Code ausgestattet, der mit Smartphone oder Tablet
eingescannt werden kann.
Das Unternehmen blickt zuversichtlich auf das laufende Jahr. „Wir
gehen weiterhin von einem moderaten Wachstum aus“, sagt Unter-
nehmenssprecherin Regine Oehler.
kat
Meiko wächst weiter
Spültechnik wird digital
KURZ NOTIERT
Die
Genesys Elektronik GmbH
hat ihr 20-jähriges Bestehen gefei-
ert. Die Ursprünge des Sensoren- und
Messtechnikspezialisten liegen im
Steinbeis-Transferzentrum der Hoch-
schule Offenburg. 1996 starteten
sechs Ingenieure und ehemalige Mit-
arbeiter des Instituts in die Selbstän-
digkeit. Heute beschäftigt Genesys
20 Mitarbeiter und agiert weltweit.
Zu den Kunden zählt beispielsweise
die Herrenknecht AG, deren Tunnel-
bohrmaschinen mit Genesys-Technik
genau auf Kurs bleiben. Ein weiteres
Standbein der Offenburger Ingenieure
sind Kamerasysteme zur automatisier-
ten Qualitätskontrolle. Zudem liefert
Genesys Produkte zur Messung von
Geschwindigkeit und Kurs beim au-
tonomen Fahren.
Im Juli haben sich die Singener in ei-
nem Bürgerentscheid mit deutlicher
Mehrheit für den Bau eines
ECE-Cen-
ters
ausgesprochen. Das dreistöcki-
ge Einkaufszentrum soll direkt an den
Bahnhof sowie die Fußgängerzone
angrenzen. Geplant ist eineVerkaufs-
fläche von 16.000 Quadratmetern mit
rund 80 Shops und gastronomischen
Angeboten. 500 Parkplätze sind au-
ßerdem vorgesehen. Das 140 Millio-
nen Euro-Projekt soll voraussichtlich
im Herbst 2018 fertiggestellt sein. Die
Architektur und das Design orientie-
ren sich am vulkanischen Erbe der Re-
gion und der industriellen Tradition
der Stadt. Das ECE entwickelt, plant,
realisiert, vermietet und managt seit
1965 Shopping-Center und hat 196
Einkaufszentren im Management.
Insgesamt wird ein Jahresumsatz von
rund 23 Milliarden Euro erzielt.
Die
Bareg GmbH
, ein Tochterunter-
nehmen der Paul Becker GmbH Fir-
mengruppe aus Denzlingen, hat in der
Freiburger Auerstraße ihr neues Recy-
clingcenter offiziell eröffnet. Im Zuge
der Investition von 6 Millionen Euro
verlegte die Firma ihren Hauptsitz von
Emmendingen nach Freiburg. Neben
Freiburg und Emmendingen führt die
Bareg zwei weitere Recyclingcenter in
Eschbach und Orschweier.
Kommunikation
zwischen Mensch und
Maschine: Mit ihrem
grünen Auge („Green-
Eye“-Technologie) sagt
die Maschine, wie man
sie am günstigsten
bestück, damit sie
wirtschaftlich
betrieben wird.




