Andreas Hafner

Der Tausendsassa

Mit internationalen Erfahrungen und neuen Geschäftsideen treibt Andreas Hafner den Ausbau seiner 5 Valleys GmbH voran. Zugleich engagiert er sich als HGV-Vorsitzender.

von Johannes Fritsche

Heimatverbunden: Andreas Hafner ist der Kopf hinter Marieleworld und vielen Schwarzwald-Souvenirs. Foto: pixl-Agentur, Hüfingen

Vom Schreiner zum Maschinenbauingenieur, von Schramberg über Malaysia nach Shanghai und wieder zurück: Andreas Hafners beruflicher Weg ist alles andere als geradlinig. Heute baut der Unternehmer mit seiner 5 Valleys GmbH mehrere Geschäftsfelder auf. Gleichzeitig engagiert er sich als Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV) für seinen Heimatort. Seinen Sitz hat 5 Valleys in einem historischen Gebäude des ehemaligen Industrieareals und heutigem Gewerbeparks H.A.U. in der Schramberger Talstadt. Hafner schätzt diesen Standort. „Hier unten in der Talstadt ist das Leben.

Handwerk, Herzblut, Tatendrang

Hafners eigener Berufsweg begann mit einer Schreinerlehre. Nach der Ausbildung holte er das Abitur nach und studierte in Konstanz Maschinenbau mit internationalem Vertrieb. 2006 führte ihn seine erste Anstellung für ein deutsches Unternehmen gleich nach Malaysia und anschließend 2008 nach China. Ein technisches Verfahren für Tiefbohrungen erwies sich dort beim Bau von großen Geschäftsbauten als erfolgreich. Hafner blieb und verbrachte insgesamt zehn Jahre in Shanghai. Er arbeitete unter anderem in Entwicklung, Business Development, Produktmanagement, Marketing und Vertrieb. Diese breite Erfahrung kommt ihm heute als Unternehmer zugute: „Es geht immer um das Produkt und seinen Vertrieb."

Der Welt die Heimat zeigen

Den Kontakt nach Schramberg verlor Hafner während der Jahre in Asien nie. Zur Fasnet kam er regelmäßig zurück. Mit der Zeit kam die Frage auf: Auf Dauer in China bleiben oder wieder zurück nach Europa? Nach einer Zwischenstation in St. Gallen fiel schließlich die Entscheidung für die Heimatstadt. „Ich bin hier voll umfänglich wieder angekommen.“ Familie und Partnerin leben in Schramberg.
Nach einer Weltreise und den dabei gewonnenen Impulsen gründete er 2019 die 5 Valleys GmbH, in Anlehnung an die fünf Täler Schrambergs. Die Marke Marieleworld entstand aus dem Ende 2020 gestarteten Schwarzwald-
mariele. Inzwischen beschäftigt der Betrieb einschließlich Minijobbern elf Mitarbeiter und arbeitet mit sechs freien Handelsvertretern und Partnern zusammen. Die zugekauften Produkte werden in Schramberg veredelt, unter anderem durch Textildruck und weitere individuelle Bearbeitung. Dabei arbeitet 5 Valleys auch mit regionalen Unternehmen zusammen. Die Kunden sitzen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Hafners Ziel ist der weitere internationale Ausbau.
Ein zweites Standbein ist Sport Bubi. Mit dem 2024 gestarteten Franchise-Konzept will Hafner insbesondere Vereine erreichen. Sie sollen beispielsweise über angebundene Shops ihre Ausstattung mit geringerem organisatorischem Aufwand beschaffen können. Sieben Franchisenehmer hat Sport Bubi nach seinen Angaben bereits. Zugleich macht das zweite Geschäftsfeld 5 Valleys unabhängiger vom Einzelhandel: Dessen Anteil an den Kunden ist so von ursprünglich rund 95 auf etwa 75 Prozent gesunken.
Und Hafner hat weitere Pläne. Zwei bis drei neue Konzepte mit IT-technischen Lösungen für die Vermarktung seien in Vorbereitung.

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