Lust auf Ausbildung machen
Für viele Jugendliche ist es nicht einfach, sich für einen Beruf zu entscheiden, der zu ihren Fähigkeiten und Interessen passt. Ihnen dabei zu helfen,...
„Salz in der Suppe“ waren für Kempff die einigen hundert Firmenbesuche, die er im Lauf der Jahre unternommen hat. Da lernte er die mittelständische Struktur des IHK-Bezirks sehr genau kennen, die Unternehmer führten ihm vor Augen, wo der Schuh drückt und was gut läuft. Das breit gefächerte Spektrum vieler kleiner und mittlerer Unternehmen des IHK-Bezirks, so Kempff, hat ihm auch die relative konjunkturelle Unabhängigkeit der Region vor Augen geführt. Bewundert hat er, dass sich auch in weit abgelegenen Tälern immer wieder Persönlichkeiten finden, die in schwierigen Zeiten ihr Unternehmen nicht nur durchgebracht, sondern zum weltweiten Marktführer weiterentwickelt haben. Diese Erkenntnisse brachte Kempff im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin ein. Hier galt es „die Stärke der regionalen Verankerung der Industrie- und Handelskammern in den Lobbying-Prozess einzuführen“. Eben diese regionale Verankerung hält er für einen der großen Vorteile der IHK-Organisation. Da hat er immer überlegt, wie eine IHK dieser Größenordnung (je nach Jahr schwankend an 15. bis 17. Stelle unter den 79 Kammern in Deutschland) die Bedürfnisse ihrer Mitglieder einbringen kann: am besten in der Zusammenarbeit mit anderen Kammern ähnlicher Größe.
Kooperation heißt auch das Stichwort bei internen Prozessen, etwa bei der jetzt anstehenden Digitalisierung. Erste Ergebnisse sind der elektronische Ausbildungsvertrag, das E-Carnet oder die elektronische Mitgliedsbescheinigung. Ein weiteres Augenmerk hat Kempff auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelegt, so bei der Metropolregion. Diesen Status, der manchen Vorteil auch bei der Verteilung öffentlicher Gelder mit sich bringen kann, erreichte die IHK in enger Zusammenarbeit mit Regierungspräsidium, Regionalverband und Region Alsace. So etwas kann nur gelingen, wenn man intensives Networking betreibt. Kempffs Netz umfasst mittlerweile mehrere tausend Bezugspersonen.
Auf die Ausbildung hat Kempff nicht nur bei den Mitgliedsunternehmen großen Wert gelegt, sondern auch in der IHK selbst. Da wurden gute junge Leute herangezogen, die häufig in reguläre Stellen übernommen worden sind und die zu festen Größen im IHK-Geschehen wurden, beispielsweise im großen Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung. Kempff stellte aber auch Ältere ein, die „nicht unbedingt die geradesten Lebensläufe hatten und bislang nicht den einfachsten Weg gegangen sind“, an deren Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Beweglichkeit er indessen glaubte.
upl
Für viele Jugendliche ist es nicht einfach, sich für einen Beruf zu entscheiden, der zu ihren Fähigkeiten und Interessen passt. Ihnen dabei zu helfen,...
Im Verantwortungsbereich der IHK Südlicher Oberrhein werden pro Jahr knapp zehn Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Zwar entscheiden sich einige dieser Abbrecher für eine...
Kleine und mittelständische Betriebe haben meist einen anderen Informationsbedarf als große Unternehmen. Kleine Tipps können deshalb schon einen großen Nutzen bringen. Auf dieser Doppelseite...
Analysen waren einmal teuer, langsam und knapp. Heute liefert KI sie in Minuten – und macht damit nicht Wissen, sondern...
von Christoph Münzer
6 Millionen Euro investiert die Z24 Industrietechnik GmbH für den Bau ihres neuen Firmengebäudes im Industriegebiet Umkirch. Die bisherigen Räume...