Trotz eines geplanten Produktionsstillstands und eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds hat der Fertighaushersteller WeberHaus 2025 ein erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen.

Der Fertighaushersteller WeberHaus hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 318 Millionen Euro Umsatz erzielt. Der Umsatz lag eigenen Angaben zufolge rund acht Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang sei jedoch bewusst einkalkuliert gewesen: Im Januar 2025 stand die Produktion am Standort Rheinau-Linx planmäßig still, um die liegende Wandfertigung um zwei weitere Roboterzellen zu erweitern. Mit der Investition stärke das Unternehmen gezielt Effizienz, Qualität und Zukunftsfähigkeit seiner Produktion.
„2025 war für WeberHaus insgesamt ein starkes Geschäftsjahr. Die Nachfrage nach dem Eigenheim ist weiterhin vorhanden“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Stephan Jager. Dass der Wunsch nach Wohneigentum ungebrochen sei, zeige auch die Interhyp-Wohntraumstudie 2025: Für 97 Prozent der Befragten ist ein schönes Zuhause wichtig. Damit rangiert der Wunsch nach den eigenen vier Wänden direkt hinter dem Thema Gesundheit auf Platz zwei der wichtigsten Lebensziele.
Fertigbau gewinnt weiter Marktanteile
Rückenwind komme zudem aus dem Markt. Nach Angaben des Unternehmens zeigte die Bauwirtschaft 2025 erste Anzeichen einer Erholung. Die Auftragseingänge entwickelten sich positiv, auch wenn Fachkräftemangel und hoher Kostendruck die Branche weiterhin fordern. Besonders dynamisch präsentierte sich der Holz-Fertigbau: Laut Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) wurden bundesweit 13.473 Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise genehmigt – ein Plus von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil der Fertighäuser erreichte mit 26,5 Prozent ein neues Allzeithoch. Baden-Württemberg bleibt mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent die wichtigste Fertighausregion Deutschlands, gefolgt von Hessen.
Von dieser Entwicklung profitiere auch WeberHaus. Der Auftragseingang wurde 2025 erneut gesteigert, das selbst gesteckte Ziel bei den Neuverträgen nach Unternehmensangaben deutlich übertroffen. Zudem eröffnete WeberHaus im April drei neue Ausstellungshäuser in der World of Living. Einen weiteren Meilenstein markierte der Bau des 41.000. Weber-Hauses. In die Zukunft investierte das Familienunternehmen 2025 rund sechs Millionen Euro. Neben dem Ausbau der automatisierten Fertigung in Rheinau-Linx flossen die Mittel in Innovationen und moderne Arbeitsplätze.
Während das klassische Einfamilienhausgeschäft die Grundlage des Erfolgs bildet, entwickelte sich laut Pressemitteilung auch der Objektbau positiv und steuerte rund 5,3 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der Auslandsanteil am Umsatz lag bei fünf Prozent. Aktuell beschäftigt WeberHaus 1299 Mitarbeiter, darunter 59 Auszubildende.
