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Ausgabe 01/2026
Unternehmen
KI im Unternehmen

So steigert die Simon Group Effizienz und Wertschöpfung

Wie nutzen Industrieunternehmen künstliche Intelligenz konkret – und was bringt’s wirklich? Die Simon Group aus Aichhalden zeigt, wie sich KI gewinnbringend einsetzen lässt – mit weniger Kosten, mehr Wertschöpfung, höherer Produktivität und Entlastung für die Mitarbeiter.

Die erste Test-Phase für künstliche Intelligenz (KI) ist vorbei. Immer öfter gewinnen echte firmenspezifische Anwendungen in der Industrie an Fahrt. Doch nur wenige Firmen reden darüber. „Chat GPT und Co. nutzt jeder. Aber KI in der Produktion, in der Logistik oder in anderen Unternehmensbereichen – das wird meist noch sehr rudimentär behandelt. Und man spricht nicht drüber, weil es noch nicht perfekt implementiert ist“, sagt Daniela Jardot, Geschäftsführerin beim Verbund Technology-Mountains und Teamleiterin Innovation und Technologie bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Dennoch gibt es bereits Unternehmen, die man hier durchaus als Vorzeigeunternehmen nennen kann.“
Eines davon, das auch darüber spricht, ist die Simon Group aus Aichhalden im Landkreis Rottweil. Ein großer Maschinenbauer, etwa 700 Mitarbeiter. Werke in den USA und China, Umsatz 2025: rund 300 Millionen Euro.

Die Simon Group vereint die Firmen Karl Simon, Betek, Simon Sinterlutions und Sitek-Spikes, Töchter der börsennotierten Indus-Holding. Tobias Hilgert (Foto) bildet mit Marc Siemer die Geschäftsführung der Gruppe. Fotos: Simon Group

 

Investitionen: nach einem Jahr amortisiert
Bei Simon hat man bereits 2023 begonnen, erste KI-Werkzeuge in der Programmiersprache Python zu implementieren. Beteiligt waren die Unternehmensbereiche Produktion, Energiemanagement, Labor, Einkauf, Vertrieb und Engineering. Mittels KI wurden unter anderem im Einkaufsprozess Angebote ausgewertet und im Vertrieb erstellt. Im Bereich Hartmetall-Sinterung wurde die Produktionsplanung optimiert, um Energie einzusparen. Ein eigenes Werkstoff-KI-Modell generierte neue Werkstoffkonzepte unter Berücksichtigung der Expertise im Unternehmen. Das hat sich gelohnt, berichtet Geschäftsführer Tobias Hilgert: „In Summe haben wir Einsparungen realisiert, die unsere Investitionen in die KI-Aktivitäten bereits im ersten Jahr mehr als amortisiert haben. Darüber hinaus fanden wir Lösungen für Probleme, die mit rein menschlicher Arbeitsweise nicht gefunden worden wären. KI und menschliche Expertise haben sich dabei perfekt ergänzt.“
Organisatorisch ist der Bereich KI bei der Simon Group direkt der Geschäftsführung unterstellt – in Form einer KI-Abteilung mit drei Mitarbeitern. Als Multiplikator dient ein interdisziplinärer KI-Arbeitskreis, der sich aus 14 Mitarbeitern sämtlicher Unternehmensbereiche zusammensetzt und wöchentlich aktiv ist. So sollen zum Beispiel mögliche Projekte im Unternehmen identifiziert und an die KI-Abteilung zur Umsetzung weitergegeben werden. Etwa 90 Prozent der im Betrieb eingesetzten
KI-Werkzeuge sei durch eigene, intern programmierte Lösungen entstanden. Hilgert: „Es ist wichtig, die KI-Strategie und Umsetzung nicht rein als Thema der IT zu sehen. Es ist ein Transitionsprozess, in dem unternehmensweit Abteilungen eingebunden sein müssen. Die Implementierung muss dann in Zusammenarbeit zwischen IT und KI-Abteilung erfolgen.“ Die Simon Group hat für den Betrieb der KI-Modelle und Applikationen extra ein eigenes Rechenzentrum aufgebaut. Hilgert rät, vor dem Start mit KI die Datengrundlage ideal vorzubereiten. Auf Metaebene seien der Datenschutz und die Daten-Compliance entscheidend.

Next step: humanoide Roboter mit KI
In dem Maschinenbauunternehmen sind Automatisation und Maschinenintelligenz also etabliert. Nun folgt der nächste Schritt: „Die Verschmelzung von KI mit humanoiden Robotern.“ Dabei solle es nicht darum gehen, Menschen durch Roboter zu ersetzen, sondern starre, teure Robotersysteme durch flexible Roboter. „Heute haben die meisten Lösungen der Automatisation noch immer Probleme mit Unschärfe und fehlenden Daten. Daher ist die Umsetzung solcher Systeme sehr aufwendig und teuer. Humanoide Roboter mit Maschinenintelligenz werden dies ändern.“ Diese Systeme könnten Unschärfe und neue Situationen händeln, wodurch die Flexibilität für ihren Einsatz in unterschiedlichen Umgebungen und Arbeitsabläufen steige. Die Simon Group ist aktuell dabei, Pilotprojekte mit humanoiden Robotern umzusetzen. 2026 wird die erste Pilotanwendung in der Produktion erwartet. se

Technology-Mountains

Das Netzwerk Technology-Mountains fördert technologische Entwicklungen. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz in der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

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