Roche bekennt sich klar zum Standort Deutschland: 2025 investierte der Konzern mehr als 700 Millionen Euro und steigerte den Umsatz auf 8,9 Milliarden Euro.
Zugleich fordert das Unternehmen von der Politik schnell wirksame Reformen.

Während große Teile der deutschen Wirtschaft stagnieren, bekennt sich Roche zum Wirtschaftsstandort Deutschland: Im Geschäftsjahr 2025 investierte das Unternehmen über 700 Millionen Euro in die deutschen Standorte und steigerte seinen Umsatz um 4,7 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, teilt das Unternehmen mit.
Mit rund 719 Millionen Euro für den Ausbau und die Werterhaltung der deutschen Standorte von Roche erreicht das Investitionsvolumen 2025 einen historischen Höchststand und unterstreicht das langfristige Bekenntnis des Unternehmens für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland – auch zum Standort Grenzach-Whylen. Wie die Badische Zeitung berichtet, plant das Unternehmen laut Sprecher Holger Büth mit „deutlichen Investitionen in die Standortentwicklung“ in Grenzach-Wyhlen. Geld soll demnach unter anderem in Mobilitätslösungen, die Planung der mittelfristigen Campusentwicklung und in die Energietransformation fließen. 2025 gingen 1,4 Millionen Euro nach Grenzach-Wyhlen, seit 2020 waren es mehr als 85 Millionen Euro.
Doch auch bei Roche fordert man „zügig wirksame industriepolitische Reformen“. „Wir haben unser Investitionsversprechen auch unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen und Belastungen eingehalten“, wird Claudia Fleischer, Geschäftsführerin von Roche Diagnostics in der Mitteilung zitiert. „Seit 2020 hat Roche in Deutschland über 1800 neue Arbeitsplätze geschaffen und fast 3,8 Milliarden Euro investiert. Unsere Investitionen sind langfristig angelegt und richten sich auf Technologie, Standorte und qualifizierte Beschäftigte. Sie sind Ausdruck unseres klaren Bekenntnisses zu Deutschland – und doch kein Selbstläufer. Bürokratie, Überregulierung und langsame Genehmigungsverfahren sind nicht nur Herausforderungen. Sie verursachen massive Zusatzkosten und schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Hier ist die Politik gefragt.“
Die industrielle Gesundheitswirtschaft (iGW) gehöre zu den wenigen Industriesektoren, in denen Deutschland weiterhin eine internationale Spitzenposition einnimmt. „Regierungen weltweit haben erkannt, dass die Bedeutung unserer Branche weit über Gesundheit und Patientenversorgung hinausgeht. Sie ist Teil der kritischen Infrastruktur und ein entscheidender Faktor für Wachstum, technologische Souveränität und Versorgungssicherheit”, betont Daniel Steiners, Vorstand von Roche Pharma.
Roche in Deutschland
Rund 11 000 Mitarbeiter beschäftigt der Roche-Konzern am Stammsitz in Basel-Kaiseraugst – und fast doppelt so viele in Deutschland: Aktuell rund 18 600 Mitarbeitern in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist unter anderem an den drei großen Standorten in Mannheim, Penzberg und Grenzach-Wyhlen vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: Von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt.
