Das Osnabrücker Familienunternehmen Köster kauft das traditionsreiche Offenburger Bauunternehmen Wacker. Mit dem Schritt soll der Standort langfristig gestärkt werden.

Das Offenburger Bauunternehmen Wacker schließt sich der familiengeführten Köster-Gruppe aus Osnabrück an. Diese externe Lösung für die Unternehmensnachfolge soll den Standort zukunftsfähig aufstellen. Wackers Gesellschafter Nico Wacker bezeichnete den Zusammenschluss als „Glücksfall“, durch den nicht nur alle vorhandenen Arbeitsplätze gesichert würden, sondern der die Weichen auch auf Wachstum stelle: „Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt. Durch den Anschluss an Köster können wir künftig auf das umfangreiche Know-how zurückgreifen, um auch zunehmend größere und komplexere Projekte erfolgreich zu stemmen.“ Die Köster-Gruppe wiederum stärkt mit der Investition in Offenburg ihre Präsenz in Baden-Württemberg.

Köster zählt mit rund 2000 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten zu den größten inhabergeführten Familienunternehmen der deutschen Bauindustrie. Die 1874 gegründete Firma Wacker, die bereits in der fünften Generation geführt wird, beschäftigt aktuell rund 100 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist als Generalunternehmer im schlüsselfertigen Wohn- und Gewerbebau, in der Projektentwicklung sowie im Rohbau tätig und realisierte zuletzt Projekte wie das neue Hauptquartier von Edeka Südwest, das Kesselhaus für Stefan Strumbel, das Siedle-Museum in Furtwangen, die neue Sevdesk-Zentrale aber auch große Teile der Hochschule Offenburg.
Der neue Eigentümer Köster setzt auf Kontinuität: Wacker soll den Markt zwischen Karlsruhe und Freiburg unter dem etablierten Namen weiter bearbeiten. Nils Köster, Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter der Köster Holding: „Wir freuen uns sehr, das Lebenswerk der Familie Wacker gemeinsam weiterzuführen und unsere Kapazitäten im badischen Raum deutlich auszubauen.“
Die Übernahme steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
