Mit steigender Ertragskraft, milliardenschweren Investitionen in Hightech-Produktion und einem klaren Fokus auf Innovation setzt das Medizintechnologieunternehmen B. Braun seine langfristige Strategie konsequent fort.

Das Medizintechnologieunternehmen B. Braun mit Hauptsitz in Melsungen, zu dem die Tuttlinger Chirurgiesparte Aesculap gehört, hat seinen langfristigen Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt. Trotz eines global anspruchsvollen Marktumfelds gelang es dem Unternehmen eigenen Angaben zufolge, sowohl den Umsatz als auch die Ertragskraft im Rahmen der strategischen Zielgrößen zu steigern.
Auch seine Ertragskraft konnte B. Braun im Berichtsjahr weiter stärken: So erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 12,2 Millionen Euro nach 1o,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 460,9 Millionen Euro (2024: 257 Millionen Euro) und erreichte damit 4,9 Prozent vom Umsatz, der Konzernjahresüberschuss lag bei 307,2 Millionen Euro nach 165,3 Millionen Euro in der Vergleichsperiode. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 48 Prozent nach 46,1 Prozent zum Jahresende 2024.
Bedeutende Investitionen
Auch im Jahr 2025 investierte B. Braun substanziell in seine weltweite Infrastruktur, heißt es in der Pressemitteilung weiter. So flossen über 800 Millionen Euro in Erweiterungen und die Digitalisierung des globalen Produktionsnetzwerks sowie in neue Technologien: Im Oktober 2025 nahm B. Braun das hochautomatisierte Werk Active für Einmalartikel der Infusionstherapie in Melsungen in Betrieb. Die neue Fertigung nutzt unter anderem Robotik und fahrerlose Transportsysteme. In Tuttlingen wurde der Grundstein für die Technology Factory gelegt, die die Vorfertigung chirurgischer Produkte neu aufstellt. Die Anlage ist perspektivisch auf einen CO₂-neutralen Betrieb ausgelegt – mit Geothermie, Abwärmenutzung und Photovoltaik. Mit der vollständigen Übernahme des US-amerikanischen Mikrochirurgie-Spezialisten True Digital Surgery hat B. Braun außerdem sein Technologieportfolio für robotisch unterstützte 3D-Mikroskopie in der Neuro-, Wirbelsäulen- und HNO-Chirurgie erweitert. Mit dem Ausbau und gezielten Zukäufen im Bereich der Gesundheitszentren in Rumänien und Tschechien stärkte B. Braun überdies seine Kapazitäten in der Dialysebehandlung.
Im Jahr 2025 erhöhte das Unternehmen, das in 64 Ländern rund 66.800 Personen aus 143 Nationen beschäftigt, seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 584 Millionen Euro – ein Plus von elf Prozent. Damit investierte B. Braun 6,2 Prozent seines Umsatzes und Innovationen.
Auch für die Zukunft hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt und rechnet mit weiterem profitablem Wachstum. So sehe die langfristige Strategie ein jährliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum innerhalb einer Bandbreite von fünf bis sieben Prozent vor.
