Nach über 50 Jahren in Familienbesitz wechselt die Ingun Group den Eigentümer: Das Konstanzer Unternehmen wird Teil des Schweizer Technologieunternehmens Huber + Suhner.

Huber + Suhner übernimmt Ingun Prüfmittelbau und Ingun International sowie deren Tochtergesellschaften. Man habe eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, so eine Pressemitteilung von Huber + Suhner. Das weltweit tätige Schweizer Unternehmen produziert Lösungen für die elektrische und optische Verbindungstechnik und hat seinen Hauptsitz in Herisau (Kanton Appenzell-Außerrhoden) und Pfäffikon (Kanton Zürich). Die Transaktion, die unter dem Vorbehalt der entsprechenden Abschlussbedingungen stehe, soll bis Ende des dritten Quartals 2026 vollzogen sein.
Als führender Anbieter von Prüf- und Kontaktierungslösungen ergänze Ingun das aktuelle Portfolio von Huber + Suhner mit komplementären Technologien, erweitere den Zugang zu bestehenden und angrenzenden Märkten und stärke die Position als Anbieter von End-to-End-Testlösungen für Hochfrequenz-, digitale und Energieanwendungen, unterstützt durch gut ausgerichtete Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten, so eine Pressemitteilung von Huber + Suhner.
Das Angebot von Ingun umfasst demnach gefederte Kontaktstifte, Prüfadapterkits sowie kundenspezifisches Zubehör und ermöglicht unter anderem die zuverlässige Prüfung von Leiterplatten, elektronischen Geräten, Steckverbindern und Batterien.
Im anspruchsvollen Markt für Prüf- und Messtechnik sei man seit Langem erfolgreich präsent, sagte Urs Ryffel, CEO von Huber + Suhner. „Die Akquisition von Ingun ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie, in attraktiven hochdifferenzierten Märkten profitabel zu wachsen.“
Reto Bolt, COO Industriesegment bei Huber + Suhner, fügte hinzu: „Nachdem wir bereits viele Jahre lang partnerschaftlich zusammengearbeitet haben, freuen wir uns darauf, das Team von Ingun in unserer Gruppe zu begrüßen.“
Das familiengeführte Unternehmen Ingun mit Hauptsitz in Konstanz wurde 1971 gegründet, hat mehr als 400 Mitarbeiter und verfügt über Produktionsstandorte in Europa und Asien sowie ein globales Vertriebs- und Servicenetzwerk mit Präsenz in über 60 Ländern. Im Jahr 2025 lag der Umsatz im hohen zweistelligen Millionenbereich.
Armin Karl, Inhaber von Ingun, sagt: „Wir haben uns sehr bewusst dazu entschieden, unser Familienunternehmen Huber + Suhner zu veräußern, da wir dort unsere Werte wiederfinden und der eingeschlagene Weg nachhaltig fortgesetzt wird.“ Jochen Mueller, CEO bei Ingun, fügt hinzu: „In Huber + Suhner haben wir den idealen Partner für die nächste Stufe der Entwicklung unseres Unternehmens und unseres Geschäfts gefunden.“
Nach Vollzug der Transaktion soll Ingun als Geschäftseinheit innerhalb des Industriesegments von Huber + Suhner geführt werden.
Über die Kaufsumme ist nichts bekannt.
