Autozulieferer

IMS Gear baut bis zu 300 Arbeitsplätze ab

IMS Gear-Vorstand Bernd Schilling. Foto: IMS Gear

Beim Zahnradspezialisten IMS Gear fallen bis zu 300 Arbeitsplätze weg – und das Werk im Donaueschinger Stadtteil Aasen wird komplett aufgegeben. Der Stellenabbau in Deutschland ist dabei jedoch noch nicht alles, erklärte Vorstand Bernd Schilling in einer Pressemitteilung.

IMS Gear zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für Zahnrad- und Getriebetechnik und produziert kundennah an Standorten in Deutschland, den USA, Mexiko und China. Weltweit beschäftigt das Unternehmen derzeit 2900 Mitarbeitende, davon 1500 in Donaueschingen, Eisenbach, Trossingen und Villingen-Schwenningen.

Rückläufige Produktionsmengen, gekürzte Kundenprogramme, wachsender Preisdruck und sinkende Auslastung belasten Umsatz und Ergebnis von IMS Gear seit Jahren erheblich. Durch konsequentes Kostenmanagement und Effizienzsteigerun­gen konnte das Unternehmen einen flächendeckenden Abbau von Arbeitsplätzen bislang vermeiden. Die weitere Verschärfung der Marktbedingungen macht nun jedoch kurzfristige Strukturanpassungen und einen erheblichen Stellenabbau er­forderlich.

Das geplante Maßnahmenpaket betrifft alle Standorte weltweit und umfasst Einsparungen von mindestens 35 Millionen Euro. Rund 20 Millionen Euro davon ent­fallen auf die Anpassung der Personalkosten in Deutschland. Dies entspricht dem Abbau von bis zu 300 Arbeitsplätzen. IMS Gear wird hierzu Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen, um tragfähige und sozial verantwortungsvolle Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist es, die Gespräche bis zum Jahresende abzuschließen und die angepassten Strukturen ab Jahresbeginn 2027 umzusetzen.

„Diese Entscheidungen fallen uns nicht leicht. Sie sind jedoch notwendig, um IMS Gear an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und die finanzielle Stabilität sowie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wollen wir den anstehenden Prozess verantwor­tungsvoll gestalten und die Auswirkungen für unsere Mitarbeitenden so sozialver­träglich wie möglich abfedern“, erklärt Bernd Schilling, Vorstand von IMS Gear | Gear Technology. Worldwide.

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