Klaus Grohe starb am 3. Januar im Alter von 88 Jahren, wie die Hansgrohe Group mitteilt. Er galt als Visionär, Wegbereiter der Hansgrohe Erfolgsgeschichte und „Chef zum Anfassen“.
Der jüngste und dritte Sohn des Firmengründers Hans Grohe bestimmte fast fünf Jahrzehnte die Geschicke des Schiltacher Unternehmens, als geschäftsführender Gesellschafter, ab 1999 als Vorstandsvorsitzender und von 2008 bis 2015 als Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Mit seinen visionären Ideen, seinem Tatendrang und seiner Kundenorientierung entwickelte Klaus Grohe das Familienunternehmen zu einem Global Player der Sanitärbranche. Seine Maxime: „Immer hands-on – nah am Kunden, nah am Produkt, nah am Mitarbeiter, sowohl in der Verwaltung als auch in der Produktion.“
Er habe es geliebt, Brausen und Armaturen bis ins kleinste Detail zu perfektionieren, so das Unternehmen. Er wusste aber auch um die Wichtigkeit der richtigen Vermarktung der Produkte und integrierte bereits Anfang der 1980er Jahre ein professionelles Marketing im Unternehmen. Mit seinem Weitblick, seiner Weltoffenheit und seinem zupackenden Pragmatismus war er Wegbereiter der Marken AXOR und Hansgrohe.
Schon in den 1980er Jahren engagierte sich Klaus Grohe für umweltbewusstes Denken und Handeln: Hansgrohe stellte einen Umweltbeauftragten ein, wassersparende Brausen wurden entwickelt, am Offenburger Standort entstand bereits 1993 der Solarturm und ein dachintegriertes Solarkraftwerk, das 1994 den Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg erhielt. Sein ganzes Leben lang widmete sich Klaus Grohe dem Wohl von Hansgrohe, dem seiner Familie und auch der Allgemeinheit.
2001 ernannte ihn seine Heimatstadt Schiltach zum Ehrenbürger.
Hans Juergen Kalmbach, Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe SE: „Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte.“
Richard Grohe, ältester Sohn von Klaus Grohe, Mitglied des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE und Geschäftsführer der Syngroh Beteiligungsgesellschaft mbH, ergänzt: „Klaus hinterlässt ein menschliches und unternehmerisches Lebenswerk von unbeschreiblicher Fülle.“
