Mit einer Investition von rund zwölf Millionen Euro hat Dachser sein Logistikzentrum in Freiburg erweitert und erstmals die Lebensmittellogistik am Standort etabliert – inklusive moderner Kühltechnik, zusätzlichen Umschlagskapazitäten und 40 neuen Arbeitsplätzen.

Der Logistikdienstleister Dachser hat das Erweiterungsgebäude seines Freiburger Logistikzentrums eröffnet. Neu am Standort ist eine gekühlte Umschlaghalle für die Lebensmittellogistik. Gleichzeitig wurden die bestehenden Kapazitäten für Industrie- und Konsumgüter weiter ausgebaut.
Herzstück der Investition ist eine Umschlaghalle für Lebensmittellogistik mit einer Fläche von rund 3200 Quadratmetern und einem Temperaturbereich von 2 bis 7 Grad Celsius. Hier werden unter anderem Fleisch- und Wurstwaren, Molkereiprodukte, Wein und Spirituosen sowie Backwaren umgeschlagen. Dazu können Lkw an 32 Toren be- und entladen werden. Damit ist die Business Line Food Logistics von Dachser nun auch am Freiburger Standort vertreten, heißt es in der Pressemitteilung. Derzeit ist das Unternehmen im Bereich Lebensmittellogistik in zehn Ländern mit eigenen Landesgesellschaften aktiv und deckt über das European Food Network, ein europäisches Netzwerk führender Lebensmittellogistiker, insgesamt 34 Länder ab. Die Business Line erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von 1,8 Milliarden Euro.
Zudem entstand mehr Fläche für den Umschlag von Industriegütern. Dieser Teil des Neubaus verfügt über 2.700 Quadratmeter Fläche und acht Tore für Lkw. Ein Teilbereich kann bei Bedarf als Warehouse zur Einlagerung von Kundenware genutzt werden. Das neue Gebäude befindet sich direkt neben dem vorhandenen Umschlaglager und ist mit diesem baulich verbunden. Die Inbetriebnahme startete schrittweise Anfang Juni.
„Mit dem Start der Lebensmittellogistik am Standort gewinnt Dachser Freiburg innerhalb des Dachser-Netzwerks weiter an Bedeutung“, sagt Michael Gaudlitz, General Manager des Dachser Logistikzentrums Freiburg. „Unser Ziel ist es, den Standort zu einer wichtigen Drehscheibe für Lebensmittel-Sendungen im Dachser-Netz zu entwickeln. Gleichzeitig schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für unsere Kunden aus dem Bereich Industrie- und Konsumgüter.“
Nachhaltigkeit in der Lebensmittellogistik
Im Zuge der Erweiterung wurde die Energie- und Ladeinfrastruktur am Standort weiter ausgebaut. Eine Photovoltaik-Anlage mit rund 500 kWp wird die bestehende Anlage ergänzen, sodass künftig nahezu ein Megawattpeak Strom vor Ort erzeugt werden kann. Zudem wird die Anzahl der Ladepunkte für E-Lkw um 20 auf 32 erhöht sowie eine neue Trafostation und ein Batteriespeicher errichtet.
Das Logistikzentrum Freiburg zählt Unternehmensangaben zufolge heute zu den größten E-Mobilitätsstandorten von Dachser. Im Rahmen des Projekts Dachser E-Mobility Sites hat das Unternehmen dort in den vergangenen Jahren umfassend in Elektromobilität investiert. „Wir haben derzeit 17 vollelektrische Lkw und wollen das in den nächsten Jahren auch weiter ausbauen“, so Gaudlitz. Seit Ende 2024 beliefert Dachser die gesamte Stadt Freiburg ausschließlich mit E-Lkw und Lastenrädern. „Die Lebensmittellogistik bringt zusätzliche Anforderungen mit sich: Neben der emissionsfreien Zustellung muss auch die Energieversorgung für eine durchgehend stabile Kühlkette sichergestellt werden.“ Hierfür hat Dachser Freiburg seit Kurzem zwei neue 7,5-Tonnen-E-Lkw im Einsatz, bei denen auch das Kühlaggregat elektrisch betrieben wird. „Hinzu kommt in den nächsten Monaten ein vollelektrischer Sechzehntonner mit elektrisch betriebenem Kühlaggregat. Unser Ziel ist es, die gesamte Stadt Freiburg auch mit Lebensmitteln emissionsfrei zu beliefern. Ich bin zuversichtlich, dass wir das bis Ende des Jahres 2026 umsetzen können.“
Dachser ist seit 1984 in Freiburg vertreten. Der heutige Standort im Gewerbepark Breisgau wurde 2019 in Betrieb genommen und seitdem kontinuierlich erweitert. Insgesamt investierte Dachser rund zwölf Millionen Euro in die Standorterweiterung. Mit dem Projekt entstanden rund 40 zusätzliche Arbeitsplätze. Aktuell sind im Logistikzentrum Freiburg nun rund 210 Mitarbeiter beschäftigt, darunter etwa 30 Auszubildende.
