Vom Kap der guten Hoffnung über die Farm in Konstanz in deutsche Kaffeetassen

In Südafrika gehört roter Cappuccino längst zur Café-Kultur – auf Basis von Rooibos statt gemahlener Kaffeebohnen. Ein bisschen wie Matcha, aber rot. Ein bisschen wie Kaffee, aber milder, weniger bitter und ohne Koffein. Ein bisschen wie Rotbusch-Tee, aber eben nicht aus Rooibos-Blättern, sondern aus Rooibos-Granulat, das man für Siebträger-Maschinen mahlt, aufbrüht und mit aufgeschäumter Milch serviert. „Warum gibt’s das bei uns eigentlich nicht?“, fragten sich Lena Reichmann, 42, und Annika Ott, 32, bei ihrer Reise ans Kap der guten Hoffnung. Lena war als Mutter von drei Kindern dort für ihr Sabbatical, Annika ist inzwischen in Elternzeit – und so kann man ja mal versuchen, die DACH-Region auf den Geschmack zu bringen. Im September 2025 gründeten sie Rooibino, bestellten die erste Palette Rooibos-Pellets aus der Cederberg-Region und haben seit März in der Konstanzer Farm ihre neue Heimat. Die erste Idee: den roten Kappuccino über die Gastro vertreiben. Gelang nur so semi, weil für Cafés nicht genug Mehrwert in Form von Mehr-Umsatz entstand.
Nun soll Rooibino über Social-Media-Marketing und Content Creator im B2C-Markt zwischen Kaffee und Tee seinen Platz finden – denn die Zubereitung ist ja simpel. Siebträger, Bialetti oder French-Press – taugt alles für den Cappuccino vom Kap. ds/ut
