Mewa eröffnet Reinraumbetrieb am Standort Meißenheim
Für mehr als 17 Millionen Euro hat die Mewa-Gruppe einen Neubau für die Aufbereitung von Reinraumtextilien gebaut. Damit ist der...
Seit Juni läuft die Zollabwicklung für viele temporäre Exporte elektronisch – und damit einfacher, schneller und bald komplett papierlos.
von Daniela Santo
So klar die Vorteile scheinen, so anspruchsvoll ist die Umsetzung. Denn das eCarnet ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt. „Es müssen viele Mitstreiter unter einen Hut gebracht werden, von lokalen Zollstellen über Kammern bis zur Generalzolldirektion – und das über Ländergrenzen hinweg“, sagt Susi Tölzel, Referentin Auslandsmärkte und Zoll bei der IHK Südlicher Oberrhein, die Ende 2019 als erste IHK bundesweit die elektronische Antragstellung eingeführt hat – als Vorstufe zum voll-digitalen Carnet. Doch die Praxis zeigt: Digitalisierung ist kein Selbstläufer. Nicht alle Zollstellen sind gleich weit und oft sind es die kleinen Dinge, die den Fluss bremsen: fehlende Scanner, wackeliges WLAN oder schlicht fehlende mobile Endgeräte in Unternehmen. „Gerade in der Anfangsphase lief die Abfertigung ausschließlich über eine App. Doch in vielen Zollabteilungen gibt es weder Diensthandys noch Tablets.“
Bis 2027 soll aber alles rund laufen. Dann soll sich das eCarnet weltweit etabliert haben und ebenso wie sein analoger Vorgänger ein sicherer Reisepass für Waren sein.
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