„Wirtschaftspolitik braucht jetzt Vorfahrt“
Die neue Regierung steht, doch der Pessimismus bei den Unternehmen am südlichen Oberrhein hält noch an. Fehlende Nachfrage wird gerade zum größten Risikofaktor.
Wissen Sie, was ich liebe? Wenn ich Menschen treffe, die mich mit ihrer Energie und ihren Ideen so begeistern und inspirieren, dass ich von diesen Treffen auch Tage später noch anderen erzähle. Genau solche Typen werden Ihnen auf den nächsten Seiten immer wieder begegnen: Junge Menschen, die an ihre Idee glauben. Die sich nicht aufhalten lassen von mehr oder weniger miserablen Rahmenbedingungen und die gut gemeinte Bedenken einfach beiseite wischen. Wird bestimmt nicht klappen? Wollen wir doch erst mal sehen!
Von dieser Mentalität können wir mehr gebrauchen. Und deswegen haben wir in dieser Ausgabe das Gründer-Ressort mal ganz an den Heftanfang gestellt. Wir nehmen Sie mit zu den Entwicklern von Hitzeschutz-Airbags für die Raumfahrt, zu Freiburgs hochfliegendsten Forschern und zu Konstanzer Kaffee-Nerds, die mit einer appgesteuerten Siebträgermaschine den Farmer in Brasilien mit ihrem Wunsch nach einer wirklich guten Tasse Kaffee verbinden. Einfach stark, was mit Technologie und ein bisschen unternehmerischem Mut alles möglich ist!
Genau darum geht es auch in der Geschichte zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Unsere Autorin Ulrike Heitze hat mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern gesprochen und dabei mit ganz viel Fingerspitzengefühl herausgearbeitet, welche Chancen und welche Herausforderungen es in diesem Bereich gibt. Aus meiner Sicht: sehr lesenswert! Nicht nur mit Blick auf den Arbeitsmarkt und die Demografie, sondern auch und gerade aus menschlicher Sicht. Es ist sicher ein langer Weg, der da vor uns liegt – aber Sie wissen ja, was Goethe sagte: „Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen. “
Apropos Ziel: Mit diesem Heft verabschieden wir uns in unsere sommerliche Kreativpause, wünschen Ihnen schon jetzt einen schönen Urlaub und kommen dann Anfang September mit einer neuen Wirtschaft im Südwesten zurück. Die WiS wird moderner und ansprechender gestaltet, sie wird lesefreundlicher, vielleicht noch etwas spannender und sie wird nachhaltiger produziert – damit wir Sie auch in Zukunft gleichermaßen informieren wie inspirieren.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen gute Geschäfte und grüße Sie herzlich
Ihr Eberhard Liebherr Präsident IHK Südlicher Oberrhein
Die neue Regierung steht, doch der Pessimismus bei den Unternehmen am südlichen Oberrhein hält noch an. Fehlende Nachfrage wird gerade zum größten Risikofaktor.
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