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Schweizer Electronic

Schweizer steigert Umsatz und Auftragsbestand deutlich

Der Schramberger Leiterplattenhersteller Schweizer hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um knapp zwölf Prozent auf 92,1 Millionen Euro gesteigert und das operative Ergebnis verbessert. Der Auftragsbestand legte um etwa ein Drittel zu.

Foto: Schweizer Electronic AG

Die Schweizer-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von 92,1 Millionen Euro nach 82,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum (+11,9 Prozent) erzielt, so der Halbjahresfinanzbericht 2026 des Herstellers von Leiterplatten mit Sitz in Schramberg. Der Auftragsbestand erhöhte sich zum 30. Juni 2026 auf 257,5 Millionen Euro und lag damit 32,7 Prozent über dem Stand zum Jahresende 2025 von 194,1 Millionen Euro.
Mit einer Steigerung um 30,6 Prozent entwickelte sich das Geschäft mit Kunden aus dem Non-Mobility Bereich besonders positiv. Dies wurde getrieben durch eine Vervierfachung des Aviation & Defence Bereichs. Trotz der aktuellen Schwäche der Automobilindustrie konnte auch bei dieser Kundengruppe über 8,3 Prozent Wachstum erzielt werden.
Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung) verbesserte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 0,2 Millionen Euro nach minus 1,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen von 0,4 Millionen Euro belief sich das Ebitda auf 0,6 Millionen Euro. Zu der Ergebnisverbesserung trugen insbesondere die Effekte des Restrukturierungsprogramms, eine höhere Bruttomarge und das konsequente Kostenmanagement bei.
Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2026 auf 18,2 Prozent nach 21,4 Prozent zum 31. Dezember 2025. Trotz des negativen Konzernergebnisses und des gestiegenen Working Capitals bewertet das Unternehmen die Kapitalausstattung weiterhin als tragfähig.

Auf Grundlage der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr konkretisiert der Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Für den Konzernumsatz erwartet Schweizer nun eine Bandbreite von 170 bis 185 Millionen Euro nach bisher 165 bis 185 Millionen Euro. Für das bereinigte Ebitda wird eine Bandbreite von 3,3 bis 4 Millionen Euro prognostiziert; bislang lag die Erwartung bei 3,3 bis 6 Millionen Euro. Für die Eigenkapitalquote erwartet der Vorstand zum Jahresende nun eine Bandbreite von 17 Prozent bis 20 Prozent nach bisher 20 Prozent bis 23 Prozent.
Der Vorstand sieht die operative Entwicklung im ersten Halbjahr als Bestätigung für die eingeleiteten Maßnahmen. Der hohe Auftragsbestand und die für das zweite Halbjahr erwarteten Auslieferungen bilden eine wesentliche Grundlage für die Erreichung der konkretisierten Jahresziele.

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