Mit einer Investition von 18,2 Millionen Euro erweitert Testo Industrial Services (TIS), Tochter des Messgeräteherstellers Testo mit Sitz in Titisee-Neustadt, die Kapazitäten im Bereich der messtechnischen Dienstleistungen, so eine Pressemitteilung des Unternehmens.

Nach dem Bezug des ersten Bauabschnitts im Jahr 2021 wurde die Anlage im Gewerbegebiet Fischerrain in Kirchzarten nun um rund 3800 Quadratmeter erweitert. Damit reagiere TIS auf die wachsende Nachfrage nach Kalibrierleistungen und schaffe die Grundlage für weiteres Wachstum, so die Mitteilung weiter. Im Zuge des Ausbaus entstehen demnach über 140 zusätzliche Arbeitsplätze im Dreisamtal.

Mit der Erweiterung bekenne sich Testo Industrial Services klar zum Standort Kirchzarten, an dem das Unternehmen seit 2004 tätig ist. Insgesamt seien dort bereits über 44 Millionen Euro investiert und mehr als 600 Arbeitsplätze geschaffen worden.
Die feierliche Eröffnung fand im Beisein von Vertretern aus Wirtschaft und Politik statt. Mit der Erweiterung der Calibration Factory investiere man bewusst in den Standort und in moderne Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, betonte Raimund Föhrenbacher, Geschäftsführer von Testo Industrial Services.
Burkart Knospe, Verwaltungsratsvorsitzender der Testo SE & Co. KGaA, sagte, Investitionen wie diese seien „nicht nur ein Vertrauensbeweis für die Qualität der TIS, sondern auch ein Beleg unserer Zuversicht, dass Deutschland mittelfristig wieder zu einem attraktiven Produktionsstandort wird. Wir zünden damit ein Licht in der konjunkturellen Dunkelheit an“.
Der neue Gebäudeteil vereint demnach moderne Labore mit einer konsequent lean-orientierten Produktionsweise. Automatisierte Fördertechnik und entlang des Materialflusses gestaltete Prozesse ermöglichen eine effiziente, präzise und skalierbare Abwicklung der Kalibrieraufträge. Gleichzeitig werde das Leistungsportfolio durch den Einsatz innovativer Technologien weiter ausgebaut.
Neben technologischen Aspekten standen auch die Mitarbeiter im Fokus des Erweiterungsbaus. Helle, offene Räumlichkeiten, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sowie Flächen für Austausch und Erholung sollen ein modernes Arbeitsumfeld schaffen.
Auch Nachhaltigkeitsaspekte wurden frühzeitig berücksichtigt: Ein effizientes Energiekonzept mit Photovoltaikanlage, Pelletheizung und bedarfsgerechter Klimatisierung reduziert den Energieverbrauch deutlich. Ergänzt wird dies durch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept mit Elektrofahrzeugen und Fahrrädern für den Werksverkehr.
