Die IHK Südlicher Oberrhein setzt mit der neuen Kampagne „Hier geht was!“ auf die Stärken der Region und einen neuen Optimismus – allemal zielführender, als auf bessere Rahmenbedingungen von der Politik zu warten…

Auch am Oberrhein stehen viele Unternehmen vor großen Herausforderungen und hadern mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zu viel Bürokratie, zu langsame Entscheidungen, zu hohe Kosten bei Energie, Arbeit und Steuern. Und auch wenn es sich viele mittelständische Unternehmer erhofft haben: Die ganz große Wirtschaftswende ist auch von der neuen Bundesregierung bisher nicht geliefert worden und die jüngsten Konjunkturumfragen der IHK zeichnen höchstens ein leicht besseres Bild von konjunktureller Lage und aktuellen Geschäftserwartungen.
Kammer setzt auf „Hier geht was!“
Für die IHK Südlicher Oberrhein besteht trotzdem kein Grund, in den Krisenblues einzustimmen. Mit ihrer neuen Standortkampagne „Hier geht was!“ will sie die Stärken einer ganzen Region sichtbar machen und für Zuversicht sorgen. Denn die Leistungsfähigkeit der Betriebe am südlichen Oberrhein ist beachtlich. Zahlreiche Unternehmer und ihre Beschäftigten beweisen dies in ihrer tagtäglichen Arbeit. Einige treten nun als IHK-Standortbotschafter in die Öffentlichkeit. Teil der IHK-Kampagne ist auch der Podcast „Boss Storys“ mit inspirierenden Erfolgsgeschichten. „Wir haben bei unserem Neujahrsempfang sehr viel positive Resonanz auf unsere Standortkampagne erhalten“, sagt der Stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Alwin Wagner. „Wir haben tolle Unternehmen und jede Menge Stärken am südlichen Oberrhein. Und genau das möchten wir im Jahr 2026 in den Vordergrund stellen.“
Liebherr lobt Mittelstandstugenden
Eine positive Botschaft richtete auch IHK-Präsident Eberhard Liebherr beim Neujahrsempfang an die mehr als 1300 anwesenden Gäste: „Bei allen Sorgen wäre es falsch, den Weltuntergangs-Propheten zuzuhören. Wir wollen nicht permanent auf Probleme schauen. Wir haben am südlichen Oberrhein besondere Stärken, die gerade in unsicheren Zeiten tragen: einen leistungsfähigen, tief in der Region verwurzelten und oft familiengeführten Mittelstand, der langfristig denkt und eine hohe Investitionskraft aufweist. Darunter sind viele Hidden Champions und exzellente Ausbildungsbetriebe mit einer hohen Bereitschaft, Verantwortung für Beschäftigte und die Region zu übernehmen.“
IHK-Kampagne „Hier geht was!“
Die IHK Südlicher Oberrhein gibt ihren erfolgreichen Unternehmen im Rahmen der Standortkampagne „Hier geht was!“ ein Gesicht: Durch ihre langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse in den verschiedenen Branchen der Region bringen die IHK-Botschafter jede Menge Expertise mit und können aus erster Hand von den Stärken und Potenzialen des südlichen Oberrheins berichten. Ihre Erfolgsgeschichten zeigen, warum es sich lohnt, hier zu bleiben, hier zu investieren und hier zu arbeiten. Neben Akteuren aus der Wirtschaft zeigen bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Sport: Hier geht was!
Dieser Mittelstand sei noch nie bequem gewesen, aber immer sehr belastbar. Was Liebherr bei der Standortkampagne „Hier geht was!“ wichtig ist: „Der Claim ist selbstbewusst gewählt. Es geht nicht um Zweckoptimismus, sondern um die Überzeugung, dass wir hier vor Ort viel bewirken, wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen.“
Fuchs und die Macher-Mentalität
Der Auftakt zur Kampagne beim IHK-Neujahrsempfang markierte ein Talk von Entscheidern aus der Region. Hier diskutierten Spitzengastronomin und TV-Köchin Viktoria Fuchs vom Hotel Spielweg in Münstertal, Haufe-Geschäftsführerin Birte Hackenjos, Dorothea Helmer, die das erfolgreiche Freiburger Start-up Glassomer mitgegründet hat, und Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, über Herausforderungen, aber auch über die Innovationskraft der Unternehmen und die vielen Standortvorzüge des südlichen Oberrheins.
Als Familienbetrieb haben es Viktoria Fuchs und ihre Schwester Kristin geschafft, mit dem Hotel Spielweg auch in der sechsten Generation für Besucher attraktiv zu bleiben – dass es dafür eine ausgeprägte Macher-Mentalität und die duale Ausbildung braucht, erklärte Fuchs auf der Bühne. Es reiche nicht, zehn Betriebswirte in der Gastronomie zu beschäftigen, wenn am Ende keiner die eigentliche Arbeit mache und kochen könne. Noch mehr Applaus gab es für Fuchs‘ Vorschlag, auch für Unternehmerinnen und selbstständige Frauen eine Art Mutterschutz mit finanzieller Absicherung zu erwägen. Das würde vielen jungen Frauen helfen, anders über Selbstständigkeit nachzudenken. Dorothea Helmer ist diesen Weg gegangen – sie hat ihre wissenschaftliche Arbeit zu einem neuen Unternehmen in Freiburg geformt und etwas erreicht, was noch niemand vor ihr hinbekommen hat: Glas mit äußerst präzisen Formen per 3D-Druck herzustellen. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete Helmer die Firma Glassomer.
Gäste bei Boss Storys
Ein positives Unternehmerinnen-Bild verkörpert Helmer auch als IHK-Standortbotschafterin. So wie Birte Hackenjos, Viktoria Fuchs und Europa-Park-Mitgründer Roland Mack. Mack und Helmer sind auch die beiden ersten Gäste des IHK-Podcasts Boss Storys. tas
Neuer IHK-Podcast Boss Storys
Im neuen Podcast Boss Storys spricht die IHK Südlicher Oberrhein mit Menschen, die die Region aktiv mitgestalten. Unternehmer, die ihren Ideen eine Gestalt geben, Wissenschaftlerinnen, die im Hintergrund für Technologiesprünge sorgen, Menschen aus dem öffentlichen Leben wie Sportler und Kulturschaffende. Sie alle prägen den südlichen Oberrhein auf unterschiedliche Weise. Hinter ihren Erfolgsgeschichten stecken innovative Ideen und mutige Entscheidungen, die inspirieren und zeigen: Hier geht was!
