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Unternehmen
Lahrer Industriebetriebe

Warum die Mehrheit von stabilem Jahr 2025 spricht

2025 brachte den Lahrer Industriebetrieben Stabilität, aber kaum Wachstum. Ins neue Jahr starten die Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft Almi vorsichtig optimistisch, wie die traditionelle Umfrage zum Jahresbeginn ergab.

Gregor Grüb (Oscar Weil), Ralf Leser (Firma Leser), Christopher Rubin (Rubin Mühle), Frank Neumeister (Nela), Ulrich Wagner (Wagner System) Foto: Almi

Die mittelständischen Industrieunternehmen in Lahr, kurz Almi, haben ein Jahr hinter sich, das weniger von Wachstum als von Stabilisierung geprägt war. So das Ergebnis der traditionellen Umfrage, an der Anfang des Jahres 21 von 25 Betrieben teilgenommen haben. Zusammen beschäftigen sie rund 2000 Mitarbeiter beschäftigen.

Nach dem von Unsicherheit geprägten Jahr 2024 beurteilen die Unternehmen ihre Lage laut Pressemitteilung wieder deutlich freundlicher: Ein Viertel spricht von einem guten Jahr, die große Mehrheit von einem soliden, befriedigenden Geschäft. Vor allem der Rückgang schlechter Bewertungen zeigt, dass sich die wirtschaftliche Grundstimmung beruhigt hat – auch wenn der stabile Boden noch dünn ist und die Betriebe empfindlich auf neue Belastungen reagieren.

Erneute Umsatzrückgänge

Beim Umsatz blieb der erhoffte Schwung aus. Mehr als jedes zweite Unternehmen musste erneut Rückgänge hinnehmen und verfehlte damit seine eigenen Prognosen. Die Gründe liegen vor allem im schwachen Binnenmarkt und in strukturellen Veränderungen der Branche. Internationale Nachfrageprobleme spielten 2025 zwar noch keine Rolle, könnten aber 2026 relevanter werden.

Erkennbar freundlicher zeigt sich dagegen die Ertragslage. Nach dem Tiefpunkt 2024 konnten viele Unternehmen ihre Ergebnisse stabilisieren oder verbessern. Der Anteil negativer Ertragsentwicklungen ist von 60 auf 38 Prozent deutlich gesunken. Dass sich diese Erholung gegen die schwache gesamtwirtschaftliche Dynamik durchsetzen konnte, wertet Almi als Zeichen einer zunehmend gefestigten wirtschaftlichen Basis – getragen von stabileren Kosten, besserer Auslastung und punktuell verbesserten Preisen. Doch bleibt die Lage brüchig: Ein Drittel meldet weiterhin rückläufige Ergebnisse, und die Umsatzschwäche setzt den Margen weiterhin Grenzen.

Aufschlussreich ist der Blick auf die Risiken. Die Einschätzungen der Lahrer Unternehmen decken sich dabei mit aktuellen Konjunkturumfragen von IHK und Industrieverbänden. Große Sorge bereitet den Almi-Mitgliedern vor allem die verhaltene Inlandsnachfrage, gefolgt von Bürokratie, steigenden Arbeitskosten, wirtschaftspolitischer Unsicherheit und globalen Risiken. Diese Themen seien längst keine abstrakten Debatten mehr, sondern würden sich konkret auf Investitionsentscheidungen und Wettbewerbsfähigkeit auswirken.

Ausblick auf 2026

Der Ausblick auf 2026 fällt entsprechend vorsichtig optimistisch aus. Im Vergleich zum Vorjahr rechnen sechs Prozent mehr Unternehmen wieder mit steigenden Umsätzen, ohne jedoch an einen kräftigen Aufschwung zu glauben. Bei der Beschäftigung dominiert Zurückhaltung: Zwei Drittel der Firmen planen, ihr Personal zu halten, 30 Prozent rechnen mit Abbau. Deutlich zuversichtlicher als noch 2025 zeigt sich hingegen die Investitionsbereitschaft. Ein knappes Drittel der Unternehmen will 2026 mehr investieren, vor allem in Digitalisierung, Ersatzbedarf und Rationalisierung. Das Ziel ist klar: bestehende Strukturen modernisieren statt expandieren, effizienter werden statt wachsen.

Unterm Strich lässt sich die Lage der Lahrer Industrie präzise auf den Punkt bringen: 2025 war ein Jahr der Konsolidierung. Ob daraus tatsächlich ein nachhaltiger Aufwärtstrend wird, entscheidet jedoch vor allem die Entwicklung der Binnenkonjunktur und die Frage, ob die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen dem Mittelstand endlich mehr Rückenwind geben.

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