Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Wirtschaft im Südwesten 3/2026 09 Arbeitssicherheit · Arbeitsmedizin Baustellensicherheit (SiGeKo) Betr. Gesundheitsmanagement Brandschutzorganisation Datenschutz · Arbeitsschutzaudit Gefahrstoffe · Gefahrgut Schulungen von Stapler, Kranen und Arbeitsbühnen UVV-Prüfungen CE Konformität Gefährdungsbeurteilung, Psych. Belastung u. Beanspruchung der Arbeitsplätze GmbH · Schulstraße 13 · 72250 Freudenstadt Büro Freiburg: Hauptstraße 70a · 79364 Malterdingen Fon +49 7441 9329422 · info@support-consulting.de · www.support-consulting.de Freiburg · Lörrach ·Mühlheim i.M. ·Waldshut-Tiengen · Lahr · Titisee-Neustadt · Villingen-Schwenningen vom Rüstungsboom – davon abhängig sieht man sich aber nicht: Die Anwendungsmög- lichkeiten der Drohnen seien vielfältig und die Highcat-Produkte überall dort interessant, wo der Gedanke der Lieferkettensouveränität eine Rolle spiele. „Neben den Behörden merken wir das auch im B2B-Bereich, beispielsweise bei der Wartung kritischer Infrastruktur.“ Vom Kaiserstuhl: Elektronik für die Luftabwehr Ortswechsel. Von Konstanz nach Endingen am Kaiserstuhl, wo eben nicht nur Wein wächst. Hier hat die Firma Eltroplan ihren Sitz, die mit 120 Beschäftigten komplexe Elektroniklösun- gen für sicherheitskritische Anwendungen pro- duziert. Für die Industrie – und die Landesver- teidigung. Wie Highcat nennt auch Eltroplan keine genauen Zahlen, nur so viel: Der Umsatz sei in den vergangenen vier Jahren um rund 400 Prozent gestiegen. Eltroplans Techno- logien tragen zum Schutz von Personen und Fahrzeugen bei. Sie fänden Anwendung in Ge- räten zur Handhabung gefährlicher Situationen und zur Abwehr von Bedrohungen. Alles ausschließlich für Verteidigungszwecke und nicht zum Angri, betont Eltroplan-Ge- schäftsführer Michael Pawellek. Das sei ihm wichtig. Mit Investitionen von rund zwölf Mil- lionen Euro baut die Firma derzeit ihre Produk- tions- und Entwicklungskapazitäten in Endin- gen und in Stockach aus. Weitere fünf Millionen Euro für Maschinen und Technologien sollen zeitnah folgen. Damit reagiert das Unterneh- men auf die steigende Nachfrage nach sicher- heitskritischer Elektronik – angekurbelt durch den Ausbau der europäischen Verteidigungs- fähigkeit, so Pawellek. Bereits heute stammen 40 Prozent des Geschäfts aus dem Verteidi- gungsumfeld, in den kommenden zwei bis drei Jahren dürften es 70 Prozent werden. Und das zeigt: Durch den Defence-Boom können auch neue Abhängigkeiten entstehen. Jahrzehntelang ist die Rüstungsbranche sehr zurückhaltend aufgetreten, nun hat sie zu neu- em Selbstbewusstsein gefunden. „Die sicher- heitspolitischen Veränderungen der vergange- nen Jahre haben die öentlicheWahrnehmung der Verteidigungsindustrie deutlich verändert“, sagt auch Heckler-&-Koch-Sprecher Schuster. Von einer Goldgräber-Stimmung, wie es Best- seller-Autor Christian Schweppe in seinem neuen Sachbuch Goldrausch beschreibt, will man in der Branche jedoch nicht sprechen. Auch nicht in Freiburg. „Die Entwicklung und Fertigung sicherheitskritischer Navigations- Dominik Faißt „Wir haben als Team klare Werte und Grenzen de niert. Drohnen sind ein mächtiges Werkzeug und uns ist wichtig, dass sie nicht für Zwecke missbraucht werden, hinter denen wir nicht stehen.“ Kapazitäten erweitern: Eltroplan (li.) und Highcat (re.) erweitern ihre Kapazitäten. „Die sicherheitsrelevante Industrie gilt als einer der wichtigsten Wachstums- motoren Europas“, sagt dazu Eltroplan-Chef Michael Pawellek (Mitte).
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