Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 3/2026 10 gesamte Zuliefererbranche sanieren lässt. Pan- zer statt Porsche – das wird nur bedingt funk- tionieren“, sagt Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme. Sie sagt außerdem: „Verteidigungsaus- gaben sind absolut notwendig. Ein gekaufter Panzer ist aus volkswirtschaftlicher Sicht aber keine investive, sondern eine konsumtive Aus- gabe. Er liefert zwar Sicherheit, erzeugt aber ge- ringere Wachstumsimpulse als Investitionen in Bildung, Infrastruktur oder Wissenschaft.“ Chancen für dieWirtschaft Bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg betont man dagegen die zeitliche Perspektive: „Sicher- heit und Verteidigungsfähigkeit werden lang- fristig an Bedeutung gewinnen. Die Nato-Ziele und die angekündigten Investitionsprogramme vieler europäischer Staaten zeigen, dass es sich nicht um einen nur kurzfristigen E‘ekt handelt“, sagt Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez. Deshalb betont Albiez dieChancen für dieWirt- schaft im Südwesten: „Der industrielle Mittel- stand unserer Region bringt viele Kompetenzen systeme ist ein langfristiges Geschäft“, ist Litef- Chef Kampmann überzeugt. Aber könnte der Rüstungsboom auch die Automotive-Branche aus der Krise ziehen? In- wiefern Produktionen umgestellt oder o‘ene Kapazitäten genutzt werden können, diese Anfragen kennen die Unternehmen, berichtet eine Sprecherin des Verbands der Automobil- industrie (VDA). Aber auch der VDA schaltet einen Gang runter: „Die ö‘entlich debattierten Erwartungen hinsichtlich der Scha‘ung von neuen Arbeitsplätzen“ würden sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit als überhöht herausstellen“. Deutlich wird das beispielsweise an den Zah- len von Mercedes: Von 2024 auf 2025 ist der Umsatz der Stuttgarter von 145 auf 132 Milliar- den gesunken. Und diese 13 Milliarden – das ist mehr, als der addierte Jahresumsatz der drei größten deutschen Rüstungshersteller Rhein- metall, Thyssenkrupp und Hensoldt. VDA: kein alternatives Geschäftsmodell Kapazitäten umzustellen sei vor dem Hinter- grund der gegenwärtigen Gesetzeslage auch nicht so einfach. Zudem gehe es zwar um einen Produktionsaufwuchs, aber immer noch in vergleichsweise kleinen Mengen. Dennoch: „Unsere Industrie wird helfen, wo sie das kann – das ist allerdings kein alternatives Geschäfts- modell“, heißt es beim VDA. Ähnlich nüchtern sieht man es beim Wirt- schaftsverband Industrieller Unternehmen Baden: „Die Rüstungsindustrie hat Potenzial, aber dieses ist nicht so groß, dass sich damit die mit, die auch in der Sicherheits- und Verteidi- gungsindustrie gefragt sind. Dazu gehören Präzisionsfertigung, Maschinenbau, Elektronik, Sensorik und Softwaretechnik. Wir besitzen das notwendige Know-how, das Fingerspitzen- gefühl, die internationale Verzahnung und die Präsenz in vergleichbaren Wertschöpfungs- ketten.“ Dort, wo Betriebe den Einstieg in den Rüstungsbereich prüfen, unterstütze die IHK mit ihrer Industriekundenbetreuung und Auf- tragsberatungsstelle. Susanne Ehmann Thomas Albiez Der Hauptgeschäfts- führer der IHK ho‘t, dass der Staat zu sei- nen Rüstungszielen steht und daraus re- sultierende Aufträge an die Maschinen im Mittelstand gelangen. Info Noch Fragen? Die IHK hilft weiter! IHK Südlicher Oberrhein: Stefanie Blum, 0761/3858-1 23 stefanie.blum@freiburg.ihk.de IHK Hochrhein-Bodensee: Marilena Ast : 07531/2860-142 marilena.ast@konstanz.ihk.de IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg: Marc Spiegelhalter, 07721/922-203 marc.spiegelhalter@vs.ihk.de Bei Fragen rund um ö entliche Aus- schreibungen und Vergabeverfahren IHK-Auftragsberatungsstelle Baden- Württemberg, 0711/2005-1116, auftragsberatung@stuttgart.ihk.de Quick Check zur Rüstungs- bescha ung bei der IHK Bodensee-Oberschwaben: Fotos: IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Mittler Report Verlag/picture alliance/Socrates Tassos M&A- Beratung für Unternehmer :innen, die deutlich mehr erwarten Was wir für Sie erreichen ↗ Begleitung bei professionellen und wertoptimierten Nachfolgelösungen und Wachstumsverkäufen von Unternehmen ↗ Maximierung des Unternehmenswertes durch eine individuell strukturierte Prozessführung ↗ Bestmögliche und nachhaltig realisierbare Prozessergebnisse anstelle von Zufallstreffern ↗ Gezielter Zugang zu geeigneten strategischen Käufern und Investoren Unser Anspruch Passgenaue Beratung. Unabhängige Interessenvertretung. Messbare Erfolge. Vereinbaren Sie Ihr unverbindliches Erstgespräch MILESTONE Corporate Finance GmbH I www.milestone - cf.de

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