Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 - Hochrhein-Bodensee

Hochrhein-Bodensee 3/2026 32 terer: „Sie können auf den Erfahrungen ande- rer aufbauen. Das betri’t sowohl grundlegende Fragen zum Einstieg und zu Unterstützungsan- geboten als auch ganz praktische Themen.“ Themen aus der Praxis Um ganz praktische Themen geht es auch in den Netzwerktre’en. Zuletzt standen Hitze und Hitzeschutz auf der Agenda. Erst wurde infor- miert, dann diskutiert. Als Expertinnen waren Miriam Meschede und Johanna Weis von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesund- heit e. V. zugeschaltet. Sie erläuterten nicht nur, welche Risiken und Folgen Hitze im Arbeits- leben haben kann, sondern gaben auch klare Handlungsempfehlungen wie einen Sechs- Punkte-Plan. Mit ihm lasse sich erfassen, wel- che Personen, Arbeitsbereiche oder Tätigkeiten imUnternehmen besonders gefährdet sind, um dann entsprechende Lösungen zu entwickeln. Sicherheit ist vielschichtig Die Herausforderungen, vor denen Unterneh- men aktuell stehen, sind komplex. „Sicherheit hat auf jeden Fall viele Aspekte“, sagt Alexander Graf – und jeder davon hat seine Bedeutung. Der Schutz der ©rmeneigenen IT ist wichtig, so wie der von Patenten, Betriebsmitteln und Res- sourcen. Angesichts des demogra©schen Wandels und des Fachkräfteman- gels rücke aber auch die Gesund- heit der Mitarbeiter in den Fokus. Und diewirkt gleich zweifach: „Zum einen sind gesunde Teams wich- tig, um den Betrieb am Laufen zu halten, zum anderen sind sie ein Attraktivitätsfaktor – nach innen und nach außen.“ Genau das ist das Business von Silke Masurat. Sie beschäftigt sich seit mehr als 27 Jahren mit der Attraktivität von Unternehmen. 2014 grün- dete sie mit dem Zentrum für Arbeitgeberat- traktivität (Zeag) ein Beratungsunternehmen, das sich diesem Thema explizit widmet. Welcher Anspruch sich dahinter verbirgt, er- läutert dessen Gründerin: „Arbeitgeberattrak- tivität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, Menschen für sich zu begeistern.“ Gelingt dies, scha’t das Resilienz, fördert die Leistungsbe- reitschaft der Mitarbeiter und verscha’t ein positives Image – sowohl in die Gesellschaft hinein wie als Arbeitgeber. „Es macht Unter- nehmen stärker“, sagt die Unternehmerin, die sich schon im Studium mit strategischer Ent- wicklung beschäftigt hat. Dieses „Begeistern“ meint die 61-Jährige wörtlich. „Unternehmen sollten das Ziel haben, ihre Mitarbeiter zu Fans zu machen.“ Die Parallelen zum Sport oder Showbusiness sind bewusst gewählt: „Als Fan stehst Du zu einemVerein oder einem Star, und gehst mit ihm auch durch schwierige Phasen.“ Der Weg zum attraktiven Arbeitgeber kann al- lerdings herausfordernd sein. „Es geht um kon- krete Kennzahlen und Strukturen“, beschreibt Masurat. Vor dem ersten Schritt zu mehr Arbeit- geberattraktivität steht daher eine Bestands- aufnahme. Aus den ermittelten Daten – dazu zählen wirtschaftliche Zahlen wie Rückmeldun- gen aus Mitarbeiterbefragungen – lassen sich Handlungsoptionen herausarbeiten. Sehr oft gehe es in solchen Fällen um die Rolle und das Verständnis von Führungskräften: „Hier den Hebel anzusetzen ist oft nicht leicht. Aber das ist menschlich. Wir schieben unliebsame Ter- mine wie die Vorsorgeuntersuchung beim Arzt ja auch zu gern auf.“ Patrick Merck Fotos: Jigal Fichtner; Zeag Alexander Graf, IHK Hochrhein-Bodensee „Gesunde Mitarbeiterteams sind wichtig, um den Betrieb am Laufen zu halten.“ Für starke Unternehmen: Alexander Graf, Leiter des Geschäftsfelds Region entwickeln bei der IHK Hochrhein Bodensee, und Silke Masurat, Inhaberin der Zeag GmbH und Mitglied der IHK-Vollversammlung, unterstützen Unternehmen dabei, attraktiv für Arbeitnehmer zu sein. Info Gesundheitsmanagement Weitere Informationen zum BGM der IHK nden Sie hier: Die IHK Hochrhein-Bodensee bietet auch ein kostenfreies Coachingprojekt zur Arbeitge- berattraktivität an: Kontakt: Verena Riesterer Gesundheitswirtschaft 07622/3907-240 verena.riesterer@konstanz.ihk.de

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