Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 - Hochrhein-Bodensee
oder einemObstkorb kommst Du da nicht weit.“ Sinnvoller sei es da schon, Einsätze bei schwie- rigen Wetterlagen wie im Hochsommer in den frühen Morgen zu verlegen. Gesundheit gemeinsam denken Eine Einschätzung, die Verena Riesterer vom Referat Gesundheitswirtschaft der IHK Hoch- rhein-Bodensee sicherlich gern hört. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderemdie Betreuung des Netzwerks Betriebliches Gesundheitsma- nagement Hochrhein-Bodensee. Hier kommen Unternehmen zusammen, denen das Wohler- gehen ihrer Teams wichtig ist. Mittlerweile exis- tiert es seit 16 Jahren. Zentrales Format dieses Verbunds sind jährlich zwei, meist online an- gebotene Netzwerktreen. Der Vorteil: „So er- reichen wir auch kleinere Unternehmen, für die Präsenzveranstaltungen oft schwer zu integ- rieren sind – auch aufgrund der großen Entfer- nungen im Kammergebiet.“ Überhaupt stehen kleinere Unternehmen bei den Verantwortli- chen der IHK im Fokus, macht IHK-Geschäfts- führer Alexander Graf klar. „Da ist Betriebliches Gesundheitsmanagement ein Thema von vie- len, das eine Personalabteilung auf dem Tisch hat“, sagt der Leiter des Geschäftsfelds Region entwickeln. Dazu kommt, dass die IHK Hoch- rhein-Bodensee landesweit die Federführung für die Gesundheitswirtschaft innerhalb der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern inne hat. Sie ist damit der zentrale Ansprechpartner für Unternehmen der Gesundheitsbranche sowie für die Betriebliche Gesundheitsförderung. Durch die Zusammenarbeit im Netzwerk muss nicht jedes Unternehmen bei null anfangen oder jede Idee selbst entwickeln. Verena Ries- D ominik Kögel schüttelt den Kopf und sagt: „Nicht alleUnternehmen nehmen das Thema Sicherheit so ernst, wie sie es nehmen sollten.“ Das weiß er aus eigener Erfahrung. Der 35-Jährige ist Geschäftsfüh- rer von Kögel Berufskleidung in Lörrach. Das Fachgeschäft führt Persönliche Schutzausrüs- tungen (PSA) wie Schnittschutzhandschuhe, Helme, Warnwesten, Berufs- und Sicherheits- schuhe, aber auch Berufskleidung wie Koch- jacken oder Schürzen. „Industrie, Handwerk und Gastronomie – das sind unsere Kunden“, sagt Kögel, dessen Vater Michael das Unter- nehmen 1991 gründete. Das Einzugsgebiet des Fachhändlers umfasst die LandkreiseWaldshut und Lörrach sowie Teile des Breisgaus. Dass an der Ausstattung von Mitarbeitern ge- spart werde, habe selten wirtschaftliche Grün- de, ist sich Dominik Kögel sicher. „An Prävention wird einfach nicht gedacht. ‚Bisher ist nichts passiert‘, heißt es dann bloß.“ Doch, und das ist ihmwichtig klarzustellen: „Das betrit eineMin- derheit. Die meisten Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst.“ Das gelte für Arbeitskleidung mit Schutzfunktionen – aber auch darüber hinaus. Nicht an der falschen Stelle sparen „Der Schutz unserer Leute hat höchste Prio- rität“, sagt Holger Amann. Vor gut 16 Jahren hat er die Hery GmbH mitgegründet. Das Bad Säckinger Unternehmen kennen alle, die in Süddeutschland durch Baustellen fahren. Auf Warnbaken, temporären Verkehrsschildern oder Ampeln prangt dessen Aufkleber. Hery bietet Dienstleistungen rund um Verkehrs- sicherung und Verkehrsplanung an. Beim Auf- und Abbau sei Sicherheit essenziell, sagt Amann: „Wir achten daher bewusst auf dieQua- lität der Arbeitskleidung und der Schuhe.“ Glei- ches gilt für den Helm. Für einen Kopf- und Ge- nickschutz investiert das Unternehmen mehr als 500 Euro. Die Begründung ist einfach – zumindest aus Sicht des Geschäftsführers: „Wir müssen uns auf die Mitarbeiter verlassen, die draußen unterwegs sind.“ Da sei es nur recht und billig, dass man deren Gesundheit und Sicherheit ernst nehme. „Mit kostenlosem Mineralwasser Foto: Adobestock.com/Maura; IHK Hochrhein-Bodensee Hochrhein-Bodensee Regio Verkehrsausschuss 33 Michael Bäumle im Interview zu den wichtigsten Themen Sommer nale 35 Die IHK lädt am 13. September zum Tag der oenen Türen ein Qualitätsmanagement 35 Die IHK Hochrhein-Bodensee wurde erfolgreich nach ISO 9001 zerti©ziert Prüferehrung 36 146 Prüfer wurden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt Innovationspreis 36 Der Landkreis Waldshut hat drei Unternehmen ausgezeichnet Verpackung neu gedacht 38 Ultradex zeigt, dass Analoges nicht von gestern sein muss Junge Wirtschaft 40 Fünf Gründe, sich den Wirtschaftsjunioren anzuschließen Verena Riesterer ist zuständig für die Betreuung des Netz- werks Betriebliches Gesundheitsmanage- ment Hochrhein- Bodensee. Dank des Netzwerks können Unternehmen auf die Erfahrungen anderer aufbauen.
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