Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'26 -Südlicher Oberrhein

Südlicher Oberrhein 1/2026 36 Wo Ideen wachsen Das Projekt „Zukunft.Raum.Schwarzwald“ bündelt Wissen, Forschung und Beratung im ländlichen Raum – und unterstützt KMU dabei, mit den richtigen Impulsen noch innovativer zu werden. Zukunft.Raum.Schwarzwald I nnovationskraft und Unternehmergeist – das sind die Stärken der Unternehmen im Südwesten. Manchmal jedoch fehlt es am richtigen Impuls zum richtigen Zeitpunkt. Unterstützung finden Unternehmen bei „Zu‑ kunft.Raum.Schwarzwald“ (ZRS), einem Zusam‑ menschluss von IHK Südlicher Oberrhein, den Landkreisen zwischen Ortenau und Schweizer Grenze, Hochschulen, Städten und regionalen Wirtschaftspartnern. 3,9 Millionen Euro hat das Landeswirtschaftsministerium für das Projekt bereitgestellt, das die Innovationskraft beson‑ ders im ländlichen Raum fördern will. 2022 ist Zukunft.Raum.Schwarzwald an den Start gegangen und hat mittlerweile zahlrei‑ chen kleinen und mittleren Unternehmen – auf KMU liegt der Fokus – den Zugang zu Wissen, Technologie und Beratung ermöglicht, ohne dass diese sich durch komplizierte Förderan‑ träge quälen mussten. Walter Roeder etwa hat über die Klimapartner Südbaden eine CO₂‑Bilanz erstellt – ein wich‑ tiger Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhal‑ tigkeit. Parallel tüftelt das Emmendinger Ent‑ sorgungsunternehmen gemeinsam mit der HochschuleOffenburg daran, Logistik‑ und Be‑ wegungsprozesse effizienter zu gestalten. Auch Black Forest Collective profitiert von der Ver‑ mittlung durch ZRS. Mit Hilfe des Beratungs‑ unternehmens „Machn“ konnte die Freiburger Filmproduktion ihren Vertrieb professionalisie‑ ren und ein modulares Leistungsportfolio er‑ stellen. Wie vielfältig die Impulse sein können, zeigt auch Kabo-Plastic in Hartheim. Der Spritz‑ guss‑Spezialist arbeitet mit der Hochschule Offenburg an robotergestützten Verpackungs‑ lösungen und bekommt ergänzend ein Füh‑ rungskräfte‑Coaching durch Machn. Vom Bierle bis zum Brautsalon Und dann gibt es Beispiele, bei denen man die Wirkung beinahe schmeckt: Die Brauerei Ganter hat mit dem „Freiburger Bierle“ ein Er‑ folgsprodukt geschaffen, dessen Entwicklung zu den größten Projekten zählt, die bisher über Zukunft.Raum.Schwarzwald unterstützt wur‑ den. Ganz anders, aber genauso wirkungsvoll: Der Brautsalon Lecher in Achern hat dank ZRS einen Second-Hand-Bereich aufgebaut – und damit ganz neue Kundinnen für sich gewonnen. Eine weitere Säule bilden die „Zukunft.Räume“: Coworking und Kreativstandorte, die gezielt im ländlichen Raum entstehen, insgesamt 20 an der Zahl. Sie sollen neue Arbeitsformen ermög‑ lichen, Pendler entlasten und vor allem Men‑ schen zusammenbringen, die sonst kaum in Kontakt kämen. Der ein oder andere Standort hat noch leichte Anlaufschwierigkeiten, doch dort, wo die Idee zündet – etwa in Breisach, Eschbach oder Haslach – entstehen Treff‑ punkte, die Workshops, KI-Schulungen oder Netzwerkveranstaltungen beherbergen. Wer mehr erfahren möchte: Am 7. Mai steht eine Zukunft.Raum.Schwarzwald-Veranstal‑ tung an der Hochschule Offenburg an, zu der mehr als 150Gäste erwartet werden. Ein Termin, der zeigen soll, was in vier Jahren Projektlauf‑ zeit bereits entstanden ist und wohin die Reise noch gehen kann. Am 16. Juli geht es mit dem Käpsele Innovation Festival in Freiburg weiter – einem Hotspot für Visionäre. Daniela Santo Ihre IHK-Ansprechpartner Niklas Lehmann: 0761/3858-270 niklas.lehmann@freiburg.ihk.de Patrick Bareiter: 0761/3858-266 patrick.bareiter@freiburg.ihk.de Erfolgreiche Vermittlung: ZRS brachte die Filmproduktion Black Forest Collective und das Beratungs‑ unternehmen Machn zusammen. Foto:s IHK SO; iStock/alvarez

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5