Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'23 - Hochrhein-Bodensee

57 6 | 2023 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Allmendstraße 6 77709 Oberwolfach Tel. 0 78 34 / 335 Fax 0 78 34 / 503 info@kleinbub-gmbh.de www.kleinbub-gmbh.de Pulverbeschichten Schweißen Rohrbiegen CNC-Fräsen wolber.eu Rohrlaserschneiden ANZEIGE „ATLAS“ ist die Grundlage der elektronischen Kommunikation mit dem Zoll. Nun steht das Release AES 3.0 an – mit diversen Neuerungen. W eiche Migration nennt sich das Prozedere hin zu AES 3.0 und sie soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Trotz des viel gewünschten Bürokratieabbaus fordert die Umsetzung des Unions- zollkodex (UZK) nun noch mehr Daten. Diese vorzuhalten reicht von aufwändig bis unmöglich, denn wer kann zum Beispiel schon beim Abgang der Ware genau das Kennzeichen des Beförderungsmittels benennen? Unternehmen müssen sich deshalb im Zuge von AES 3.0 darauf vorbereiten, welche Datenelemente künftig erforderlich sind und wie sichergestellt wird, dass die Ausfuhranmeldungen problemlos und rechtzeitig angenommen werden. Das ist neu: Neben den zusätzlichen Angaben – wie das Ursprungsland oder Sicherheitskennzeichen – ändern sich zahlreiche Codierungen, etwa bei der Art der Anmeldung und bei den Angaben zum Ausführer. Jede Anmeldung hat künftig zwei Bezugsnummern, die bekannte MRN, die nun „Master Reference Number“ heißt, sowie die LRN, eine „Local Reference Number“, die dann ebenfalls Pflichtangabe ist. Die Vorteile: Mit dem Release wird die „zentrale Zollabwicklung“, ein wesentliches Element des Unionszollkodex, greifbar. Die Abgabe der Zollanmeldung kann bei entsprechender Bewilligung an anderer, zent- raler Stelle erfolgen, als die Gestellung der Ware. Die geplante Frist zur Umstellung auf AES 3.0 bis Mitte Juli wurde noch einmal verschoben auf 29. Oktober , zu dem das Release nun installiert sein muss. Tipp: Unternehmen sollten rechtzeitig prüfen, wie hoch der Aufwand ist, denn die Umstellung kann nur erfolgreich verlaufen, wenn alle notwendigen Daten und das erforderliche Know-how parat sind. toe Informationen zum Release erhalten Nutzer direkt beim Zoll unter www.zoll.de ATLAS-Release AES 3.0, bei ihren IHKs und über die Softwareanbieter. „ATLAS 3.0“-Umstellung planen Neues Release unterwegs Green Claims-Vorschlag der EU auf dem Tisch Grüne Werbung soll geregelt werden E nde März hat die EU-Kommission eine Richtlinie über gemeinsa- me Kriterien gegen Grünfärberei und irreführende Umweltaussa- gen vorgelegt. Sie ergänzt die Vorschläge der Kommission aus dem vergangenen Jahr zu den Änderungen der Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken. Der Kommissionsentwurf muss noch übersetzt und dann von Rat und Parlament gebilligt werden. Das soll kommen: Nach dem Kommissionsvorschlag müssen Un- ternehmen bei Umweltaussagen (Green Claims) über ihre Pro- dukte oder Dienstleistungen Mindeststandards einhalten. Bevor sie eine Umweltaussage in ihre Verbraucherinformationen auf- nehmen, müssten diese anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse belegt werden. Mit Ausnahme von Kleinstunternehmen – unter zehn Mitarbeitenden und zwei Millionen Euro Umsatz oder Bi- lanzsumme – müssten Händler diese Angaben zudem von einer akkreditierten Organisation überprüfen lassen. Es werden zudem keine Werbeaussagen oder Zeichen mehr gestattet sein, bei de- nen die gesamten Umweltauswirkungen des Produkts pauschal bewertet werden, außer dies ist nach EU-Vorschriften explizit so vorgesehen. Der Vorschlag sieht auch eine Regelung für Umweltzeichen vor. Derzeit gibt es nach Kommissionsangaben mindestens 230 ver- schiedene Zeichen. Künftig sollen neue öffentliche Kennzeichnungs- systeme nur dann zulässig sein, wenn sie auf EU-Ebene entwickelt werden. Neue private Systeme müssten vorab genehmigt werden und nachweisen, dass ihre Umweltziele ehrgeiziger sind als die von bestehenden Systemen. DIHK Den Green-Claims-Entwurf der EU-Kommission gibt es zum Download (PDF in Englisch) unter https://environment.ec . europa.eu/publications/proposal-directive-green-claims_en Praktika und freie Azubiplätze jetzt ausschreiben IHK-Lehrstellenbörse wieder online N ach dem Cyberangriff auf die IHK-Organisation im Herbst war sie eine Weile offline, nun ist sie wieder in alter Frische auf Sendung: die IHK-Lehrstellenbörse. Hier können Unternehmen freie Praktikums- und Azubistellen kostenlos einstellen und sich von Bewerbern finden lassen. Neu: Die IHK-Lehrstellenbörse gibt es nun auch als App – für die Stellensuche per Smartphone. uh Infos und Anmeldung unter www.ihk-lehrstellenboerse.de

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