Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai/Juni'20 - Hochrhein-Bodensee
19 5+6 | 2020 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Susanne Tempelmeyer-Vetter freie Mitarbeiterin Recht | Steuern (Hotline) Die Sorgen und Nöte der Unternehmer sind teilweise erdrückend. Da ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, trotz des schönen Wetters auch an den Wochenenden die Unternehmen in der Hotline zu beraten. Vielen konnten wir helfen, die Anträge richtig auszufüllen, und besondere Freude machte es, wenn wir vermelden konnten: „Der Antrag ist schon bearbeitet und auf dem Weg zur L- Bank. Die Auszahlung sollte bald erfolgen.“ Die Erleichterung war dann deutlich spürbar, und ich habe so manchen Stein vom Herzen fallen gehört. « « Rainer Reisgies Ausbildungsberater kaufmännische Berufe (Hotline) Die meisten Gespräche in der Hotline dauerten zwischen fünf und zehn Minu- ten. In der ersten Phase der Soforthilfe ging es vor allem darum, die Anrufer beim korrekten Ausfüllen der Anträge zu unterstützen. In der zweiten Phase, also nach ungefähr vier Wo- chen, wurden die Fragen am Telefon spezifi- scher. Dann ging es vor allem darum, den Li- quiditätsengpass plausibel aufzuzeigen, womit sich viele Leute schwertaten. Als Ausbildungs- berater bin ich es gewohnt, mit Unternehmen aus der Industrie und dem Handel zusammen- zuarbeiten. Jetzt hatte ich plötzlich die ganze Palette an Branchen am Telefon: vom Sprach- lehrer über den Künstler bis hin zum Physio- therapeuten. Sehr angenehm empfand ich die zumeist sehr offene Gesprächsatmosphäre. So war es – gerade bei diesem emotional be- legten Thema – möglich, den Beratungsauftrag mit der nötigen Empathie zu versehen. Dies führte auf beiden Seiten zu einem abwechs- lungsreichen, spannenden und manchmal so- gar humorvollen Austausch. Nicht zum Nachteil für unsere IHK. « « Alexander Vatovac Leiter Geschäftsfeld Existenzgründung und Unternehmensförderung (Hotline) Corona-Gefühlswelten: Schnelle, un- bürokratische finanzielle Ad-hoc-Hilfe für notleidende Unternehmen ist eine gute, richtige Sache in Coronazeiten. Der Bund, das Land, die L-Bank, die Kammern sowie natür- lich die Unternehmen befinden sich alle in einer nie dagewesenen Situation. Letzteren ist von heute auf morgen ein Großteil des Geschäfts weggebrochen, oder der Betrieb wurde gleich ganz geschlossen. Die große Verunsicherung der Unternehmerinnen und Unternehmer ist deshalb verständlich. Sie sind auf die Coronasoforthilfe angewiesen. Dies äußert sich in zahllosen Anrufen und Mails, aus denen erkennbar wird, wie groß die Sorgen und Ängste sind. Oder auch die Verärgerung darüber, dass das Geld noch nicht auf dem Konto ist. Dazu kann ich nur sagen, dass alle Beteiligten - Land, L-Bank, Kammern - mit Hochdruck daran arbeiten, dass die Flut der Anträge schnell abgearbeitet wird. Und klar ist in einem Massengeschäft ohne routinierte Abläufe auch, dass nicht alles reibungslos klappt. « « Stimmen zur Unterstützung bei Soforthilfe-Anträgen D ie Industrie- und Handelskammer Hochrhein- Bodensee hat zusammen mit den anderen IHKs sowie den Handwerkskammern in Baden-Württemberg die Plausibilitätsprüfungen der Soforthilfe-Anträge übernommen. Hier erzählen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen von ih- ren persönlichen Erfahrungen, die sie sowohl mit der Antragsbearbeitung als auch mit der Beratung in der Hotline gemacht haben. IHK-Corona-Hotline für Unternehmen: Konstanz 07531 2860-333 Schopfheim 07622 3907 333
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