Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'19 - Südlicher Oberrhein

1 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 21 IHK Intern: Innovation und Umwelt Wechsel in der Leitung Z um Jahreswechsel ist Werner Reif (67) in den Ruhestand getreten. Er hat mehr als 30 Jahre lang die Verantwortung für den Umweltbereich bei der IHK getragen. In Bahlingen am Kaiserstuhl aufgewachsen und bis heute wohnhaft, hatte er zunächst Maschinenschlosser gelernt und dann ein Maschinenbaustudium an der FH Offenburg ab- solviert. Er war anschlie- ßend fünf Jahre lang beim Technischen Dienst der Deutschen Post, dann kurze Zeit als Betriebslei- ter bei einem Industrieun- ternehmen und schließ- lich acht Jahre lang beim Gewerbeaufsichtsamt Freiburg tätig. Diese Beamtenlaufbahn tauschte er 1988 gegen die neue Aufgabe bei der IHK ein. Aufgrund seines Engagements und seiner Expertise hat sich Reif hohes Ansehen erwor- ben. Zu den Highlights seiner IHK-Laufbahn zählen die Umwelt-/Eco- werkstatt, die Gründung des Umweltausschusses, das BVG-Urteil gegen die Sonderabfallabgabe im Jahr 2000 (Rückgabe von 100 Millionen Mark an die Wirtschaft), die Feder- führung Umwelt im baden-württembergischen IHK-Tag, das Freiburger Forum Nachhaltigkeit und der Ausbau seines Teams auf heute neun Mitarbeiter. Vor vier Jahren kam zum Geschäfts- bereich Umwelt die Innovation dazu. Innerhalb dieses Tätigkeitsgebietes war die Einrichtung einer Lernfabrik Industrie 4.0 bei der Gewerbe- schule in Offenburg ein Höhepunkt. Mit dem Jahreswechsel hat André Olveira (32) die Nachfolge von Werner Reif angetreten. Olveira ist seit knapp sieben Jahren im Umweltteam der IHK tätig und war bislang für die Themen Energie und Resourceneffizienz zuständig. Olveira stammt aus Löffingen im Schwarzwald, hat an der Univer- sität Stuttgart Technologiemanagement studiert und als Diplomingenieur abgeschlossen. Er ist begeisterter Fußballer und war lange Zeit Co- Trainer bei der Frauenbundesligamannschaft des SC Freiburg. upl auf die Geschäftsmodellinnovation umsteigen. Das sei indessen noch sehr selten. Um herauszufinden, wohin die Reise in der umweltbezo- genen Unternehmensführung geht, gibt es an der Uni Freiburg einen eigenen Studiengang: „Umweltwis- senschaften/Environmental Scien- ces“. Schanz hob Reifs Engagement für die Umwelt in der Wirtschaft her- vor, besonders das Mesor-Netzwerk (Material- und Energieeffizienz), das auf Reifs Initiative hin bereits sehr früh wesentliche Ansatzpunkte zur Nachhaltigkeit aufgriff. Werner Reif berichtete von seinen 30 Jahren IHK-Tätigkeit im Umweltbereich, wobei er den Nutzen für die Mitgliedsbetriebe und konkrete Hilfestellungen in den Vordergrund rückte (siehe Kasten). Michael Faller, Vorsitzender des Umweltausschusses, nannte Reif einen Macher und Kümmerer für die Unternehmen im Kammerbezirk, der immer wieder wertvolle Unterstützung geleistet habe. Faller verabschiedete auch Volker Steinberg aus dem Ausschuss. Er erinnerte an die Geburtswehen und Widersprüche dieses Ausschusses, betonte, wie effektiv dieser inzwischen arbeite und hob hervor, dass Steinberg auch nach seiner Zeit als Vorsitzender immer Mitglied des Ausschusses gewesen sei. Ein Videogrußwort aus Brüssel richtete EU-Kommissar Günther Oettinger an die zu der Sitzung versammelten 50 Mitglieder der beiden Ausschüsse. Er habe Reif vor über 20 Jahren wegen des Themas Sonderabfall – und in den Folgejahren als guten Ratgeber bei vielen Umweltfragen – kennengelernt. Nahezu jedes Jahr habe man sich getroffen. Reif habe sich erfolgreich bemüht, Ökonomie und Ökologie zusammenzubringen, also als Brückenbauer zwi- schen Industrie und Umweltschutz zu wirken. upl Franz Keller in Oberbergen Verabschiedungen Bild links oben (von links): Michael Faller, Volker Steinberg und Werner Reif. Bild Mitte: Fritz Keller erläutert den Aus- schussmitgliedern die Abläufe im Weingut. Bild oben rechts: Günther Oettinger richtet eine Videobotschaft an die Versammlung. Bild unten (von links): Michael Faller, Horst Weitzmann, Wer- ner Reif, André Olveira, Jochen Kopitzke und Heiner Schanz. Werner Reif André Olveira

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