2 | 2018
Wirtschaft im Südwesten
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IHK-Berufsbildungsausschuss spendet an die Jugend- und Drogenberatung Kehl/Offenburg
Unterstützung für die Prävention
D
as Geld werden wir für unser Projekt ,Trampolin‘
einsetzen“, sagte Michèle Falch, Sozialpädago-
gin und Leiterin der Einrichtung, bei der Scheck-
übergabe im Januar. „Das ist ein Präventionsprogramm
für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren aus suchtbe-
lasteten Familien.“ Diese Gruppe habe ein besonders
hohes Risiko, im späteren Leben selbst psychisch oder
suchtkrank zu werden. „Ein Teil des Projekts wird geför-
dert, für die weiteren Ausgaben sind wir auf Spenden
angewiesen“, ergänzte Sina Klotter, Präventionsfach-
kraft und stellvertretende Leiterin bei Drobs.
Die Jugend- und Drogenberatung Kehl/Offenburg
kümmert sich um Jugendliche und junge Erwachsene
bis 25 Jahre, die Fragen zum Thema Alkohol, Medika-
mente, illegale Drogen oder Suchtentwicklung haben.
Außerdem berät sie alle Menschen altersunabhängig
zu illegalen Drogen und Suchtentwicklung sowie Eltern,
Angehörige und Freunde von drogenkonsumierenden
Jugendlichen und Erwachsenen. Träger ist der Baden-
Württembergische Landesverband für Prävention und
Rehabilitation, finanzielle Unterstützung erhält Drobs
vom Ortenaukreis. Einen Mietzuschuss für die Räume
in der Offenburger Hauptstraße 57, wo die Scheck-
übergabe stattfand, gibt es von der Stadt Offenburg.
30 Prozent ihrer Kosten muss die Beratungsstelle mit
acht Fachkräften selbst erwirtschaften.
Überreicht wurde der Scheck in Höhe von 2.338,20
Euro vom Vorsitzenden des Bildungsausschusses,
Bernd Wiegele, dem stellvertretenden Vorsitzenden,
Hans-Peter Menger von der DGB-Region Südbaden,
dem Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiter-
bildung der IHK, Simon Kaiser, der den Ausschuss von
Seiten der Kammer betreut, sowie Thomas Rahner,
Schulleiter der Kaufmännischen Schulen in Offenburg
und ebenfalls Ausschussmitglied. „Vorschlag und Ent-
scheidung, welche Institution bedacht wird, kommen
aus dem Ausschuss“, erklärte Wiegele. Dieses Mal
kam die Idee von Rahner: „Die Arbeit von Drobs kenne
ich durch das Beratungsangebot an der Friedrich-Au-
gust-Haselwander-Gewerbeschule in Offenburg.“ Seit
mehr als einem Jahr bietet das Drobs-Team hier eine
Schülersprechstunde an. Michèle Falch: „Wir gehen zu
den jungen Leuten hin, sind bei ihnen an der Schule
präsent. Somit müssen sie nicht mit einem Lehrer über
etwaige Probleme sprechen. Und wir unterliegen der
Schweigepflicht. All das lässt die Hemmschwelle, sich
anzuvertrauen, sinken.“ Bei Hans-Peter Menger kam
der Vorschlag, Drobs mit dem Geld zu unterstützen,
sofort gut an. „Aus den Kindern und Jugendlichen, die
Sie unterstützen, werden eines Tages Auszubildende
und Fachkräfte in unseren Unternehmen.“ Simon Kai-
ser weiß, dass psychische Probleme und Suchtent-
wicklung bei Auszubildenden deutlich zugenommen
haben. Das bestätigte auch Sina Klotter: „Cannabis-,
Medienkonsum und Glücksspielsucht steigen immer
weiter an.“ Hier sieht Kaiser auch die IHK in der Pflicht:
„Da ist es wichtig, dass wir den Ausbildern helfen, die
Indikatoren bei den jungen Leuten zu deuten, bevor
es zu spät ist.“ Der Leiter des Geschäftsbereichs Aus-
und Weiterbildung der IHK kann sich an dieser Stelle
eine Zusammenarbeit zwischen Drobs und IHK gut
vorstellen. „Früher haben wir die Ausbildungsbetriebe
eigentlich nur bei der Frage beraten, ob sie ausbilden
dürfen oder nicht. Heute geht es häufig auch um das
Miteinander von Betrieb und Azubi.“
naz
IHK-Berufsbildungsausschuss-Mitglied Bernd Wiegele, Simon Kaiser von der
IHK Südlicher Oberrhein, Michèle Falch und Sina Klotter von der Jugend- und
Drogenberatungsstelle Kehl/Offenburg, sowie die IHK-Berufsbildungsaus-
schuss-Mitglieder Thomas Rahner und Hans-Peter Menger (von links).
Seit vielen Jahren spenden die ehren-
amtlichen Mitglieder des Berufsbil-
dungsausschusses der IHK Südlicher
Oberrhein ihre Sitzungsgelder und
Fahrtkostenzuschüsse an soziale
Institutionen, die sich für Kinder und
Jugendliche einsetzen. Die Summe aus
dem Sitzungsjahr 2017, exakt 2.338,20
Euro, ging an die Jugend- und Drogen-
beratung Kehl/Offenburg, auch als
„Drobs“ bekannt.
Wer die Jugend- und
Drogenberatung Kehl/
Offenburg unterstützen
möchte, hier die Kontodaten:
Sparkasse Hanauerland Kehl
IBAN DE29664518620000113580
BIC SOLADES1KEL




