Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Schwarzwald-Baar-Heuberg 3/2026 39 HEFTE FÜR EIN HANNESLUJA! www.heimatschwarzwald.de Hier geht es zum #heimat-Abo Kennst du schon das Magazin #heimat? Bei uns erfährst du alles, was man über Genuss und Erlebnis im Schwarzwald wissen will. Hole dir jetzt dein Abo – mit tollen Prämien wie dem neuen Playmobil-Set mit Schwarzwaldmarie und Hannes, kostenfrei zu jedem Jahresabo mit vier He en! tenz. Nur so können wir die Veränderungen in- nerhalb der Polizei und die unserer Aufgaben gestalten. Immer wichtiger wird auch die Fort- bildung. Aktuell werden rund 1,8 Prozent der Jahresarbeitszeit der Angehörigen der Polizei Baden-Württemberg in Fortbildung investiert. Wie bereitet die Polizei ihre Nachwuchskräf- te auf Cyberkriminalität, digitale Desinfor- mation und künstliche Intelligenz vor? Unsere Bewerber bringen viele Skills schon mit, weil sie in der digitalen Welt aufgewachsen sind. Darauf aufbauend sind digitale Spuren und forensische KI zentrale Inhalte unseres Studiums, die durch fachlich versierte Cyber- spezialisten vermittelt werden. Demnächst wer- den alle Polizisten mit einem Dienst-Smart- phone ausgestattet, ummit mobiler IT direkt an der Einsatzstelle arbeiten zu können. So kann beispielsweise eine Diebstahlsanzeige schon vor Ort bearbeitet werden. Viele Menschen fühlen sich in Innenstädten und im ö€entlichen Raum unsicher. Ist dies begründet? Im Vergleich weist die Kriminalitätsstatistik in Baden-Württemberg ein sehr hohes Sicher- heitsniveau aus. Aber es geht um die tatsäch- liche Wahrnehmung der Menschen. Deshalb ist es wichtig, die Fakten genau darzustellen und die lokale Sicherheitslage transparent zu machen. Diesbezügliche Sicherheitsbefragun- gen führen wir als Hochschulewissenschaftlich durch. Für das Sicherheitsgefühl ist auch wich- tig, dass herausragende Einzeldelikte durch die Polizei aufgeklärt werden. Was tut die Polizei für die gefühlte und die echte Sicherheit? Wenn man es scha t, den Kilometer um den eigenen Wohnbereich in der Wahrnehmung sicher zu halten, trägt dies sehr positiv zum SicherheitsempŸnden der Bevölkerung bei. Hier ist die Polizei ein zentraler Akteur neben anderen Akteuren, wie etwa den Kommunen. Ein essenzieller Punkt ist die polizeiliche Vi- deoüberwachung an Brennpunkten. Und: Die Polizei Baden-Württemberg stellt jährlich 1200 Polizisten neu ein. So sorgen wir für mehr Sicht- barkeit von uniformierten Kollegen vor Ort. Was wünscht sich die Polizei? Unser Anspruch ist, respektvoll mit den Men- schen umzugehen. Diesen respektvollen Um- gang wünschen wir uns auch. Für ihre Einsätze sollen die Kollegen bestmöglich ausgestattet sein, beispielsweise mit einem bestmöglichen Schnittschutz gegen Messerangri e. Was macht den Polizeiberuf weiterhin attraktiv? Es ist ein sehr erfüllender und sinnstiftender Beruf. Polizisten sind keine besonderen Men- schen, aber es ist ein ganz besonderer, verant- wortungsvoller Beruf. Als Hochschule bereiten wir die Kollegen dahingehend vor, dass sie die Zukunft sicher gestalten können. Wie wird sich Polizeiarbeit in den nächsten zehn bis 15 Jahren verändern? Massendaten und der Umgang mit Deepfakes werden ein noch größeres Thema werden. Das Erkennen eines Deepfake-Fotos kann der Polizei das Verschieben von Hundertschaften durch das Land ersparen. Die Polizistin und der Polizist der Zukunft müssen in einer vielfältige- ren Gesellschaft noch emphatischer werden. Die Polizei wird zukünftig noch mehr unter öf- fentlicher Beobachtung stehen und ihr Han- deln erklären müssen. Aber das ist ja gut. Berthold Merkle Info IHK-Ausbildungskongress Matthias Zeiser unterstützt in diesem Jahr den zweiten Ausbildungskongress der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit einem Impulsvortrag. Der Kongress œndet am Donnerstag, 19. November, in den Donauhallen in Donaueschingen statt. Der Ausbildungskongress richtet sich an Ausbilder, Geschäftsführer, Personaler und Lehrer. Hier geht’s zur Anmeldung: Foto: pixl-Agentur, HüŸngen

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5