Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Schwarzwald-Baar-Heuberg Regio Wachstumskurs 34 Mit einem neuen Großprojekt in Mühlheim gibt KLS Martin Vollgas Rekordinvestition 35 Haller-Jauch verdoppelt seine Produktions’äche Wehrtechnik 37 Ausbildungsberufe im Auftrag der Sicherheit Sicherheit hat Zukunft 38 Polizeihochschul-Präsident Matthias Zeiser über Team, Technik und Tatkraft Personalpolitik 40 Warum glaubwürdiges Arbeit- gebermarketing wichtig ist IHK-Vollversammlung 41 Ehrenamt tri t Bundespolitik in Berlin Wirtschaft vor Ort 42 Von Jubiläen, Anerkennungen und Besuchen Konjunktur 43 IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos richtet deutlichen Appell an Politik D ieWeltlage entscheidet derzeit mit darüber, wann in Schwenningen Heizöl geliefert wird. Für Rolf Schumpp gehört das zumAlltag. Als einer der Geschäftsführer der Erhard Bürk-Kau - mann GmbH beobachtet er nicht nur Preise und Nachfrage, sondern auch Tankerbewegungen am Persischen Golf. „Die Zeiten sind turbulent“, sagt der Energiehändler. „Wir kriegen kein Versorgungsproblem“ In der Straße von Hormus steckte zuletzt ein Vier- tel der globalen Ölproduktion fest. Für Händler wie Bürk-Kau mann bedeutet das vor allem eins: Un- sicherheit. Doch aus seinen 40 Jahren Erfahrung im Unternehmen weiß Schumpp auch: „Wir kriegen kein Versorgungsproblem.“ Der Grund dafür sei ei- gentlich ziemlich banal. Es gehe schlicht ums Geld. Die europäischen Länder könnten sich die hohen Energiepreise leisten und seien damit beim Bieter- gefecht auf demWeltmarkt meist vorne. Die eigentliche Herausforderung sieht der Ener- giehändler deshalb nicht in leeren Tanks, sondern in den extremen Schwankungen. „Die Nachfrage ist momentan extrem preisgesteuert“, beschreibt Schumpp die Lage. Viele Kunden warteten ab und bestellten Heizöl nur dann, wenn es unbedingt nötig sei. Das bekommt die Branche unmittelbar zu spüren. Eigentlich herrscht um diese Jahreszeit Hochbetrieb. Stattdessen aber bleiben viele Tanks zunächst leer. Die Marge bleibt gleich Für die Unternehmen der Branche bedeutet das tägliche Risikoarbeit. Die Preise ändern sich perma- nent, langfristige Kalkulationen werden schwieriger. Hohe Preise allein sorgen dabei keineswegs auto- matisch für hohe Gewinne. „Unsere Marge bleibt gleich. Denn wir kaufen teuer ein und verkaufen teuer weiter. Es gibt im Moment keine Schnäpp- chen“, erklärt der Geschäftsführer. Die Gleichung viel Umsatz gleich viel Ertrag stimme im Energie- handel gerade nicht. Um die Versorgung dennoch stabil zu halten, setzt Bürk-Kau mann auf eine Mischung aus kurzfris- tigem Einkauf und langfristigen Lieferkontrakten. Gerade in turbulenten Zeiten gewinne diese Absi- Foto: pixl-Agentur, HüŸngen Stabiler Anker der regionalen Energieversorgung: das Führungs- team von Bürk-Kau mann um Jörg Schumpp, Dominik Bucher und Johannes Bucher (v. l.)

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