Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 03/26 - Hochrhein-Bodensee
In Südafrika gehört roter Cappuccino längst zur Café-Kultur – auf Basis von Rooibos statt gemahlener Kaeebohnen. Ein bisschen wie Matcha, aber rot. Ein bisschen wie Kaee, aber milder, weniger bitter und ohne Koein. Ein bisschen wie Rotbusch-Tee, aber eben nicht aus Rooibos-Blättern, sondern aus Rooibos- Granulat, das man für Siebträger-Maschinen mahlt, aufbrüht und mit aufgeschäumter Milch serviert. „Warum gibt’s das bei uns eigentlich nicht?“, fragten sich Lena Reichmann, 42, und Annika Ott, 32, bei ihrer Reise ans Kap der guten Honung. Lena war als Mutter von drei Kindern dort für ihr Sabbatical, Annika ist inzwischen in Elternzeit – und so kann man ja mal versu- Die Idee zu Personal Pur entstand im Arbeits- alltag. Über zwei Jahrzehnte erlebte Alexandra Zink-Colacicco, wie gerade kleine und mittel- ständische Unternehmen im Personalbereich an Grenzen stoßen: Fachkräftemangel und steigende Führungsanforderungen treen auf Zeitdruck und fehlende Sparringspartner. Seit Januar 2025 bietet die 49-Jährige in Schram- berg eine Beratung, die näher dran ist – an den Menschen und am Mittelstand. Sie unterstützt Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Gastronomie bei Recruiting, Arbeitgeberattrak- tivität, Ausbildung, Mitarbeiterbindung, Füh- rung sowie beim Aufbau von HR-Strukturen. ds chen, die DACH-Region auf den Geschmack zu bringen. Im September 2025 gründeten sie Rooibino, bestellten die erste Palette Rooibos- Pellets aus der Cederberg-Region und haben seit März in der Konstanzer Farm ihre neue Hei- mat. Die erste Idee: den roten Kappuccino über die Gastro vertreiben. Gelang nur so semi, weil für Cafés nicht genug Mehrwert in Form von Mehr-Umsatz entstand. Nun soll Rooibino über Social-Media-Marke- ting und Content Creator im B2C-Markt zwi- schen Kaee und Tee seinen Platz ¤nden – denn die Zubereitung ist ja simpel. Siebträger, Bialetti oder French-Press – taugt alles für den Cappuccino vom Kap. ds/ut Der rote Kappuccino Rooibino aus Konstanz Vom Kap der guten Ho nung über die Farm in Konstanz in deutsche Ka eetassen Fotos: Julia Joplin, Personal Pur Erfahrene Personalerin: Alexandra Zink-Colacic- co sucht für Arbeitgeber Lösungen, die mensch- lich und wirtschaftlich funktionieren. Der HR-Sparringspartner Personal Pur in Schramberg Innovative Kühlung Ein Gründerteam aus dem Frei- burger Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM bringt frischen Schwung in die Welt der Kühlung: Anfang 2026 haben Kilian Bartholomé, Chris- tian Vogel und ihr Team die Qurie GmbH ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist nichts weniger als ein Techno- logiesprung bei Wärmepumpen – mit elektrokalorischen Systemen, die ezienter und leiser sind und ohne klimaschädliche Kältemittel auskommen. Mit einer weltweit patentierten Heatpipe-Lösung, die Wärme schnell überträgt, peilt das Start-up zunächst Nischen wie Schaltschrank- und Laserkühlung an – und könnte damit den Weg für die nächste Generation nach- haltiger Kühltechnik ebnen. Inbound rund um die Uhr Smao ist ein KI-Telefonassistent, der vor allem eines ist: ezient. Davon sind die Lörracher Gründer Luigi Monzione, Michael Müller und Sven Launspach überzeugt. Sie sehen Smao als souveräne Plattform für die Automatisierung des Kundenkontakts. Auf der Plattform können Unternehmen KI-Assistenten einrichten, die über Telefon, Chat oder E-Mail den Kundenkontakt übernehmen – 24/7 und ganz ohne Personal. Smartes Campen Zu viele Schalter, zu wenig Über- blick – diese Erfahrung brachte Enrico Tank, Ingenieur und leiden- schaftlicher Camper, auf die Idee für Camper Jarvis. Gemeinsam mit Co-Founder Arindam Mahanta entwickelt er seit 2026 in der Kons- tanzer Farm ein System, das Wohn- mobile intelligent vereinfacht. Mit eigenem smarten Bedienelement und App lassen sich Energie, Wasser, Licht und Co. komplett intuitiv steuern – verständlich für alle und auch für Laien ganz ohne Technikfrust. Kurz notiert Wirtschaft im Südwesten 3/2026 50
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