Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 -Südlicher Oberrhein

ter in die Medizintechnik und die Automotive- Welt und heute hinein in eine Zukunft, die sich gerade erst formt. Rüstung und Sicherheit sind dabei große Themen, aber auch Umwelttech- nik, Nachhaltigkeit und smarte Technologie. Es weht also ein Wind of change. Die Transforma- tion des Wirtschaftsstandorts ist kein Bruch, sondern eine Fortsetzung der Geschichte - mit anderen Werkzeugen, neuen Technologien und frischem Unternehmergeist. Der Wandel wird in Villingen-Schwenningen nicht einfach I n Villingen-Schwenningen tickten einst mil- lionenfach die Zeitmesser, die das deutsche Industriezeitalter geprägt haben. Aus der Feinmechanik sind Ingenieurskunst, Präzision und ein tiefes Verständnis für technische Pro- zesse erwachsen. Und aus der Doppelstadt, die mit ihren zwei historischen Polen immer etwas anders war als vergleichbare Industriestandor- te, ist in 50 Jahren Zusammengehörigkeit eine Region geworden, die sich in mehreren Wellen neu erfand: von der Uhr zur Feinmechanik, wei- so hingenommen, er wird aktiv mitgestaltet. Das beweist etwa das Vernetzte Innovations- und Anwendungszentrum für Simulation und smar- te Systeme, kurz „Vias“, ein zentrales Zukunfts- projekt der Stadt, das von der IHK Schwarzwald- Baar-Heuberg, der Hochschule Furtwangen, Hahn-Schickard, sowie dem Verein Technolo- gy-Mountains unterstützt wird. Noch in diesem Jahr soll das Vias seinen Betrieb aufnehmen. Geschäftsführer Simon Herrlich beschreibt das Innovationszentrum gern als eine Art Wohnge- Aus Takt wird Tempo Villingen-Schwenningen erfindet sich neu und bleibt doch seiner DNA treu. Einst tickten hier die Uhren für die Welt, heute treiben Forschung und Hightech den Standort voran. Die Doppelstadt zeigt, wie Transformation gelingt. Im Porträt: Villingen-Schwenningen Wirtschaft im Südwesten 2/2026 56

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