Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 -Südlicher Oberrhein

Offenburg legt zu Die Sparkasse Offenburg/Ortenau meldet für das Jahr 2025 eine Bilanzsumme von 5,37 Milliarden Euro – ein Plus von 4,7 Prozent. Das Kundenvolumen überschritt erstmals die Marke von zehn Mil- liarden Euro (plus 4,6 Prozent). Das Betriebsergebnis verbesserte sich nur leicht auf 59 Millionen Euro (58 Millionen Euro 2024). Auch das Kreditgeschäft entwickelte sich positiv. Insgesamt wurden Darlehen in Höhe von rund 567 Millionen Euro zugesagt. Lörrach: Volksbank wächst Die Volksbank Dreiländereck stei- gerte 2025 ihr Kundenvolumen auf 4,68 Milliarden Euro. Die Bilanz- summe wuchs auf 2,3 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis vor Be- wertung legte um 14,3 Prozent auf 24 Millionen Euro zu. Der Jahres- überschuss belief sich laut einer Mitteilung auf 2,4 Millionen Euro. Rottweil: mehr Gewinn Die Kreissparkasse Rottweil steigerte laut Pressemitteilung ihr Betriebsergebnis vor Be- wertung 2025 auf 1,2 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Gleichzeitig verbesserte sich die Cost‑Income‑Ratio auf 52,1 Prozent, die Gesamtkapitalquote stieg auf 21,3 Prozent bei einem Kundenkreditvolumen von 2,1 Mil- liarden Euro (plus 1,8 Prozent). Die Bilanzsumme 2025 lag bei rund 3,5 Milliarden Euro. Stabil: Volksbank Breisgau Die Volksbank Breisgau Nord erzielte 2025 ein stabiles Ergeb- nis. Die Bilanzsumme stagnierte eigenen Angaben zufolge bei knapp 2,2 Milliarden Euro, der Jah- resüberschuss lag bei 13 Millionen Euro. Das Eigenkapital stieg auf 287 Millionen Euro. Das Kunden- kreditvolumen wuchs um 5,5 Pro- zent auf nahezu 1,7 Milliarden Euro. REINACH. Endress + Hauser hat 2025 erstmals die Vier-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Der Nettoumsatz der Schweizer Firmengruppe mit Sitz in Reinach bei Basel ist eigenen Angaben zufolge um 7,2 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro gestiegen – ein neuer Rekord in der Unterneh- mensgeschichte. Ein wesentlicherWachstums- treiber sei dieÜbernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik des Waldkircher Sensorher- stellers Sick, die Anfang 2025 wirksamwurde. Organisch legte der Anbieter von Mess-, Au- tomatisierungs- und Labortechniklösungen für die Prozessindustrie um 2,6 Prozent zu, wie CFO Luc Schultheiss mitteilte. Gegenwind kam von Wechselkurseffekten, die rund 3,3 Pro- zentpunkte Umsatzwachstum kosteten, sowie von der Investitionszurückhaltung der chemi- schen Industrie. Rückenwind brachte dagegen der KI-Boom: Neue Rechenzentren treiben die Nachfrage nach Messtechnik für Kühlung und Energieversorgung. Nach Regionen zeigt sich dagegen ein gemischtes Bild. Die USA blieben trotz Zöllen der umsatzstärkste Markt. In Nord- und Südamerika wuchsen die Erlöse um zehn Prozent, in Europa um knapp zwölf Prozent. Rückgänge verzeichnete das Unternehmen hingegen in Deutschland, der Schweiz und in der Region Asien/Pazifik – vor allem wegen der anhaltenden Schwäche in China. Den Gewinn hielt Endress + Hauser laut Pres- semitteilung auf solidem Niveau: Das Ergebnis nach Steuern lag bei 321,3 Millionen Euro, was einer Umsatzrendite von 10,7 Prozent entspre- che. Parallel investierte das Schweizer Unter- nehmen so viel wie nie zuvor – 370,8 Millionen Euro flossen in Gebäude, Anlagen sowie IT und Software, darunter in Neubauten an den deutschen Fertigungs- und Entwicklungs- standorten in Waldheim und Nesselwang. Die Mitarbeiterzahl stieg um 7,4 Prozent auf 18300 Beschäftigte – bedingt auch durch die Über- nahme von Sick. Sick sei Dank: Reinach mit Rekordzahlen Kurz notiert Spitzenjahr für Endress + Hauser So viel wie nie zuvor: Endress + Hauser reichte im vergangenen Jahr knapp 300 Patente ein, mehr als 280 Millionen Euro flossen in Forschung und Entwicklung. Wirtschaft im Südwesten 2/2026 55

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