Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe 02/26 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg Dr.-Rudolf-Eberle-Preis Bewerben Sie sich jetzt! Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Innovationsberatungsstelle Ihrer IHK oder unter www.innovationspreis-bw.de Bis 31. Mai bewerben! Bewerbung möglich? Quickcheck machen! ATION BW INNOV 2026 Kann schon ganz viel: Der Quantencomputer des australisch-deutschen Start-ups, der Kun- den und Projektpartnern zur Verfügung steht. Wo also wird Quantencomputing künftig eine Rolle spielen? Überall dort, wo klassische Rech- ner an ihre Grenzen stoßen. In der Chemie und Materialforschung etwa, wenn es um die rea- listische Simulation von Molekülen geht, sei es für neue Arzneimittel, effizientere Katalysatoren oder leichtere Werkstoffe im Automobil- und Flugzeugbau. Oder in der Logistik und Ener- gieversorgung, wo unzählbar viele Varianten optimal durchforstet werden müssen. Oder im maschinellen Lernen und der Klassifikation von Patientendaten – ein Thema, an dem das IAF mit der Uniklinik Freiburg forscht. All das passiert jedoch nicht von selbst. Die Bitkom‑Studie „Quantencomputing in der deutschen Wirtschaft 2026“ zeigt ein ambiva- lentes Bild: Zwei Drittel der Unternehmen se- hen Quantencomputing als Chance, aber nur acht Prozent beschäftigen sich bereits intensiv damit. Viele warten ab, oft aus Mangel an Per- sonal, Know‑how oder Zugang zu geeigneter Infrastruktur. Genau hier setzt das Fraunhofer IAF an. Mit dem „Inqubator“, dem industriellen Quantencomputing‑Beratungs‑ und Testzen- trum, bietet das Institut Unternehmen einen niedrigschwelligen Einstieg. Gemeinsam mit Forschern werden konkrete Anwendungsfälle untersucht. Lukas Kübler, Leiter Marketing und Kommunikation, bringt es auf den Punkt: Ohne den engen Austausch mit der Industrie beste- he immer die Gefahr, „in eine Richtung zu ent- wickeln, die später niemand braucht“. Am Ende bleibt die Botschaft: Während Quan- tensoftware schon sehr weit entwickelt ist und auch eingesetzt wird, befindet sich die Hard- ware noch im Grundstadium. „Der Durchbruch zur Skalierung steht noch aus, um wirklich ei- nen Quantenvorteil zu haben“, sagt Kübler. Es kann aber jederzeit soweit sein. Wer sich heute vorbereitet, verschafft sich einen Wissensvor- sprung. Denn: „Es ist denkbar, dass in 20 bis 30 Jahren Quantenmodule vielleicht sogar in unseren Handys auftauchen“, blickt Florentin Reiter in die Quanten-Zukunft. Daniela Santo Ihre IHK-Ansprechpartnerin Hülya Sevgin, Technologietransfermanagerin bei der IHK Südlicher Oberrhein, 0761/ 3858-267, huelya.sevgin@freiburg.ihk.de Foto: Fraunhofer IAF
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