Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

L eonie Flaig absolviert derzeit ihre Aus- bildung zum seltenen Beruf des Flug- gerätemechanikers mit der Fachrich- tung Fertigungstechnik bei Junkers Aircraft im Oberndorfer Stadtteil Hochmössingen. Die Arbeit macht ihr großen Spaß, wie sie erzählt: „Das ist hier eine megatolle Chance und man hat viele Möglichkeiten.“ Erstkontakt auf der Berufsmesse Aber wie kommt man ausgerechnet auf diesen Berufswunsch? „Ich war total unschlüssig, was ich beru°ich machen soll. Und dann habe ich bei einer Berufsmesse in der Schule die Firma Junkers Aircraft kennengelernt und war sofort fasziniert“, schwärmt Leonie Flaig und die Be- geisterung steht ihr noch immer ins Gesicht geschrieben. Sie ist auch nicht die einzige Aus- zubildende in dem Betrieb. Jedes Jahr werden vier neue Azubis eingestellt. „Das ist unsere Investition in die Zukunft“, sagt Ausbilder Stei- nert. Mit einem Praktikum hat Leonie Flaig be- gonnen und schnell festgestellt, dass der Beruf genau das Richtige für sie ist. „In den ersten drei bis vier Monaten bekam ich Einblicke in verschiedene Abteilungen, was ich sehr spannend fand. Mehr als 90 Prozent der Flugzeugteile werden am Standort Hochmös- singen in Handarbeit angefertigt“, sagt sie. Sie lernt in der Ausbildung wie ein Flugzeug – vom ersten Teil bis zur Endmontage – gebaut wird. Eine Lehrwerkstatt gibt es bei Junkers Aircraft nicht, stattdessen ist man sogleich mittendrin und überall dabei. Der Traum vom Fliegen Leonie Flaig absolviert bei Junkers Aircraft eine Ausbildung zum seltenen Beruf des Fluggerätemechanikers. Die Vielfalt der Aufgaben macht ihr besonders Spaß. Seltene Ausbildungsberufe Fotos: Stefanie Siegmeier Stolz aufs Endprodukt Die Berufsschule in Donauwörth besucht sie einmal im Monat für eine Woche im Block- unterricht. „Dort gefällt es mir sehr gut und es ist sehr familiär“, sagt sie. „Mittlere Reife oder Abitur sind Voraussetzung für die Ausbildung bei uns im Haus“, informiert der Ausbilder. „Bei uns braucht es Verlässlichkeit, Selbstständig- keit, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlich- keit“, betont er. Auch im Team sollte man gerne arbeiten, denn das ist bei Junkers Aircraft ganz wichtig. Die Fliegersprache ist übrigens Englisch. Auch hier sollte man sich auskennen, denn alle Handbücher sind auf Englisch. Für Leonie Flaig kein Problem. Sie Ÿndet ihre Ausbildung noch immer faszinierend wie am ersten Tag, denn Schwarzwald-Baar-Heuberg 12/2025 40 Frauenpower: Leonie Flaig (l.) und Rosalie Reutter beim Zusammenbau eines der Flugzeugunikate aus dem Hause Junkers Aircraft

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