Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'25 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Energieeffizienz? Dafür haben IHK-Mitglieder eine Anlaufstelle. Die Klimaschutz- und Energieagentur Schwarzwald-Baar-Heuberg. In enger Zusam- menarbeit mit der IHK hat sich ein Serviceangebot etabliert, das allen Betrieben kostenfrei zur Verfügung steht. Warum sich das lohnt, erläutert Geschäftsführer Tobias Bacher. Herr Bacher, warum sollten Unternehmen gerade jetzt ver- stärkt auf Energiesparen setzen? Die aktuelle wirtschaftliche Lage mit steigenden Material- und Energiekosten zwingt Unternehmen zum Umdenken. Energie- sparen ist nicht nur eine Frage der Kostenreduktion, sondern auch derWettbewerbsfähigkeit. Hinzu kommen gesetzliche Ver- pflichtungen und Kundenanforderungen. Wo sehen Sie die besten Möglichkeiten für Unternehmen, Energie einzusparen? Die Potenziale sind vielfältig. In den klassischen Bereichen sind es die Beleuchtung, der Umgang mit Druckluft und Heizungen. Moderne Herausforderungen sind Materialeffizienz sowie der Einsatz von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz. Oft kann man mit kleinen Maßnahmen schon großeWirkung erzielen. Welche Rolle spielen dabei erneuerbare Energien? Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Baustein zur Optimie- rung des Betriebs. Photovoltaikanlagen mit Stromspeichern können zur Spitzenlastkappung beitragen und die Energiekos- ten senken. Auch die Nutzung von Abwärme oder der Bezug von Wärme aus kommunalen Netzen sind interessante Optionen. Warum lohnt sich Energiesparen für Unternehmen? Energiesparen sichert den Betrieb, hält die Energiekosten auf einem bezahlbaren Niveau, reduziert Materialkosten und ver- meidet Abfall. Es ist ein wichtiger Schritt zur Klimaneutralität und stärkt das Image des Unternehmens. Warum Unternehmen jetzt umdenken Klimaschutzmanager Tobias Bacher KEFF+Check Sie haben Interesse an einem kostenfreien Erst-Check, der Einsparpotenziale identifiziert und den Zugang zu Fördermit- teln aufzeigt? Melden Sie sich bei Tobias Bacher, 07461/9081810, t.bacher@ea-sbh.de . Schwarzwald-Baar-Heuberg 38 Neutralität aberkannt. Der Geschäftsführer beschreibt damit ein grundsätzliches Problem: „Wenn die privateWirtschaft investie- ren soll, braucht sie stabile politische und rechtliche Rahmen- bedingungen.“ Der Unternehmer, der 350 Arbeitsplätze in Deutschland und über 1100 weltweit bietet, ist kein Freund der Energiewende. Aber er macht, was machbar ist. Eine Energiemanagerin hat er schon und ab dem nächsten Jahr gibt es Hunderte von Mess- punkten, die jederzeit Auskunft geben, wie es um die Energie- effizienz bei Wiha steht. Brugger: für eine enkelfähigeWelt Bei Brugger Magnetsysteme in Hardt sieht sich Geschäftsführer Thomas Brugger mit seinen 110 Mitarbeitern in der Verantwor- tung, eine Welt zu schaffen, in der die Erderwärmung minimiert wird. Für eine „enkelfähige Welt“, wie Brugger es nennt, fährt er einen konsequenten Kurs in Richtung Energieeffizienz. Das Unternehmen gilt seit 2019 als klimaneutral. Den größten Teil der CO₂-Einsparung hat Brugger durch eigene Maßnahmen „Wir brauchen stabile politische und rechtliche Rahmenbedingungen.“ Wilhelm Hahn, Wiha-Geschäftsführer Fotos: pixl-Agentur, Hüfingen; Fraunhofer ISE/Bernd Schumacher
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