Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'25 -Südlicher Oberrhein

31 5 | 2025 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGEN www. BOLLENHUTKLINGEL .de )XUQLHU+DQGHO *PE+ (VFKHQZHJ 0DUFK ZZZ IXUQLHUH - KRO] GH +R O ] I  U G U D X ‰ H Q 7HUUDVVHQ _ %DONRQH _ )DVVDGHQ $OOH JlQJLJHQ 7HUUDVVHQGLHOHQ XQG 9HUOHJHV\VWHPH VRIRUW DE /DJHU OLHIHUEDU NIS-2 Wie es weitergeht D as geplante NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstär- kungsgesetz (NIS2UmsuCG) konnte aufgrund der vorgezoge- nen Bundestagswahl nicht mehr vom Gesetzgeber verabschiedet werden. Damit greift das sogenannte Diskontinuitätsprinzip: Ge- setzesvorhaben, die in einer Legislaturperiode nicht abgeschlossen wurden, verlieren ihre Gültigkeit und müssen in der neuen Legisla- turperiode neu eingebracht und beraten werden. Für Unternehmen bedeutet das zunächst: Es gibt aktuell keine gül- tige nationale Regelung, die die Vorgaben der EU-Richtlinie NIS-2 verbindlich umsetzt. Die Rechtsunsicherheit bleibt vorerst bestehen – auch wenn die politischen und regulatorischen Weichen bereits gestellt wurden. Die EU hatte eine Frist bis zum 17. Oktober 2024 gesetzt, die von Deutschland und 22 weiteren Mitgliedstaaten nicht eingehalten wurde. Die EU hat deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren ein- geleitet, das zusätzlichen politischen Druck erzeugt. Es ist davon auszugehen, dass in der neuen Legislaturperiode ein überarbeiteter Gesetzentwurf erneut eingebracht wird. Für die betroffenen Unternehmen empfiehlt es sich daher, nicht das Inkrafttreten des deutschen NIS-2-Umsetzungsgesetzes ab- zuwarten, sondern sich auf die NIS-2-Regulierung vorzubereiten, indem sie ihre Informationssicherheit verbessern und konkrete technisch-organisatorische Maßnahmen umsetzen. Unabhängig von der zu erwartenden gesetzlichen Regelung empfiehlt das Bun- desamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufgrund der Bedrohungslage, das eigene IT-Sicherheitsniveau kontinuierlich zu verbessern und zu erhöhen. hs Veranstaltung: Workshop zu NIS-2 am 23. Mai in Freiburg Kontakt: Hülya Sevgin 0761 3858-267 huelya.sevgin@freiburg.ihk.de IHK Business Capability Map Kompass für Krisenresilienz und Zukunftsfähigkeit I n einer Zeit, die von aufeinanderfolgenden Krisen und rasanten Veränderungen ge- prägt ist, stellt die IHK Südlicher Oberrhein Unternehmen ein wertvolles Instrument zur Verfügung: die IHK Business Capability Map. Diese innovative Methodensammlung dient als Kompass für Krisenbewältigung und Mög- lichkeitenmanagement, um Unternehmen bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen zu unterstützen. Begleitend zur Map gibt es eine Online-Im- puls-Serie, die durch die gezielte Vorstellung der einzelnen Module der Map Strategien zur Stärkung der Unternehmensresilienz vermit- telt. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Führungskräfte und Entscheidungsträger in Unternehmen sowie Leitungen aus Produk- tion, Einkauf, IT, Qualitätsmanagement, Con- trolling, Human Resources und Marketing. Besonders angesprochen sind alle, die sich mit langfristiger Unternehmensgestaltung befassen. Die Dringlichkeit dieses Unterstützungsan- gebotes für Unternehmen wird durch alar- mierende Statistiken unterstrichen: Nur 30 Prozent der Krisennotfallpläne in ISO-zer- tifizierten Unternehmen erweisen sich als wirksam. Angesichts der Vielzahl von Krisen seit 2008 – von Wirtschafts- und Flüchtlings- krisen über die Corona-Pandemie bis hin zum Ukraine-Krieg – stehen Unternehmen vor enormen Herausforderungen. Zusätzlich belasten Fachkräftemangel, Lieferkettenpro- bleme, Nachhaltigkeitsanforderungen und die digitale Transformation die Unterneh- menserfolge. Die IHK Business Capability Map adressiert diese vielfältigen Herausforderungen und bie- tet praxisnahe Lösungsansätze. Der Auftakt zur Impuls-Serie startet am 8. Mai mit einem Überblick über die Map, deren Integration in die Unternehmensstrategie und wichtigen Standards und Normen. sblu Kontakt: Stefanie Blum stefanie.blum@freiburg.ihk.de 0761 3858-123 Anmeldung hier:

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