Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'25 - Hochrhein-Bodensee
24 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 3 | 2025 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee ANZEIGE B ringt mir Social Media etwas als mittelständisches Industrie- Unternehmen? Dies ist eine der Fragen, die Frank Neuhaus oft zu hören bekommt. Die Antwort ist – genau wie der gesamte The- menbereich – komplex. „Wenn man es richtig angeht“, sagt der Kom- munikationsberater mit einem Lächeln, „dann schon.“ Am Montag, 31. März , zeigt er im Bildungszentrum der IHK Hochrhein-Bodensee in Schopfheim, wie das Thema sinnvoll angegangen werden sollte. Als vornehmliche Zielgruppe hat der eintägige Workshop „Strate- gisches Online- und Social-Media-Marketing“ vor allem kleine und mittelständische Unternehmen im Blick. Ihnen will der Experte vor allem praktische Tipps und funktionierende Lösungsansätze weiter- geben. Die Präsenzveranstaltung richtet sich daher besonders an Geschäftsführer, Mitarbeiter in der Unternehmenskommunikation, im Recruiting und Marketing sowie Freiberufler und Selbstständige. „Wichtig ist, dass Online-Marketing als Werkzeug verstanden und nicht als Nebensächlichkeit abgetan wird“, sagt der Nürnberger. Ein weiterer Punkt, den Unternehmen wissen sollten: „Ich darf nicht erwarten, dass meine Social-Media-Aktivitäten nach einer oder zwei Wochen zu mehr Verkäufen, vielen Bewerbungen oder Anfragen führen. Das braucht alles Zeit und Geduld.“ Auch dafür wirbt er in seinen Schulungen. Ganz wichtig: Ziele definieren Eine zentrale Frage, die sich Unternehmer in Bezug aufs Online- Marketing immer stellen sollten, lautet: „Was möchte ich erreichen?“ Denn aus der Antwort lassen sich bereits Vorgaben ableiten – wie etwa die Plattformen, auf denen sich ein Unternehmen sinnvoller- weise präsentieren sollte. „Business-Kontakte erziele ich eher bei beruflichen Portalen wie LinkedIn, zukünftige Auszubildende erreicht man auf Instagram oder TikTok – und deren Eltern auf Facebook“, fasst es Neuhaus grob zusammen. Daraus ergeben sich auch Inhalt und Format für die Beiträge, die dort gepostet werden sollten. TikTok lebt etwa von kleinen Videos, Instagram dagegen mehr von Fotos und sogenannten Stories. Dies zieht die nächste Frage nach sich: „Kann oder will ich die entsprechenden Formate bedienen – regelmäßig und mehrmals im Monat?“ Social-Media-Aktivitäten sollten langfristig gedacht und angelegt werden. „Mit ihnen kann man ein Image aufbauen, mit dem sich Ziele erreichen lassen“, sagt Frank Neuhaus. Etwa bei der Ge- winnung von Mitarbeitern oder Auszubildenden: Ein lebendiges Unternehmen, das auf verschiedenen Kanälen unterwegs ist und Einblicke in seinen Alltag erlaubt, schafft Vertrauen und Nähe » Ein nützliches Werkzeug für den Mittelstand « Die Präsenz in sozialen Medien ist für viele Unternehmen ein Weg, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch was oft so einfach und leicht daherkommt, braucht Struktur und einen Plan. Darum – und um Social Media im Allgemeinen – geht es in einem Workshop der IHK Hochrhein-Bodensee. Foto: privat Social-Media-Marketing
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5