Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'24 - Hochrhein-Bodensee
IHK Hochrhein-Bodensee REGIO REPORT ALLES AUS EINER HAND VON DER PLANUNG BIS ZUM BETRIEBSGEBÄUDE BÜHRER + WEHLING ANZEIGE Betrieblicher Gewässerschutz Fester Bestandteil von Nachhaltigkeitsstrategien D er betriebliche Gewässerschutz ist ein wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes in Unternehmen und spielt eine entscheidende Rolle für die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel, ver- schmutzte Wasserquellen und den steigenden Wasserbedarf, sind Unternehmen in der Pflicht, ihren Umgang mit Wasser zu verbes- sern und aktiv dazu beizutragen, die Qualität von Oberflächen- und Grundwasser zu schützen. Was bedeutet betrieblicher Gewässerschutz? Betrieblicher Ge- wässerschutz umfasst alle Maßnahmen und Strategien, die darauf abzielen, die Qualität der Gewässer zu schützen und negative Ein- flüsse durch unternehmerische Aktivitäten zu vermeiden oder zu minimieren. Dies betrifft sowohl den Schutz des Trinkwassers, des Grundwassers als auch der Oberflächengewässer (Flüsse, Seen, Meere). Für Unternehmen bedeutet dies, das gesamte Wasserma- nagement im Betrieb nachhaltig zu gestalten und mögliche Risiken für die Wasserqualität zu minimieren. Der betriebliche Gewässerschutz ist meist schon fest bei den Unternehmen verankert. Besonders seit den 1970er-Jahren ist der Gewässerschutz zu einem wichtigen Bestandteil der Umweltpolitik geworden, wobei der technologische Fortschritt und strengere gesetzliche Regelungen den Schutz der Wasserressourcen immer stärker vorantreiben. Heute ist der betriebliche Gewässerschutz ein fester Bestandteil von Nachhaltigkeitsstrategien in vielen Un- ternehmen. Neben der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben stehen nun auch freiwillige Maßnahmen im Fokus, wie etwa die Reduzierung des Wasserverbrauchs, die Nutzung geschlossener Wasserkreisläufe und die Einführung neuer Technologien zur Ab- wasserbehandlung. Einige Unternehmen nutzen geschlossene Wasserkreislaufsysteme, bei denen Wasser mehrfach aufbereitet und wiederverwendet wird. Dies spart Ressourcen und verringert den Bedarf an Frischwasser. Viele Unternehmen suchen nach umweltfreundlichen Alternativen für gefährliche Stoffe, um die Risiken für Gewässer zu minimieren. Auch die Integration von Pflanzen, Feuchtgebieten oder Retenti- onsflächen auf Betriebsgeländen hilft, Niederschlagswasser aufzu- fangen, zu versickern oder zu reinigen, bevor es in die Kanalisation gelangt. Ein effektiver Gewässerschutz erfordert einen ganzheitlichen Ansatz und die Integration in die Unternehmensstrategie. Unternehmen sollten eine Gewässerschutzpolitik formulieren, die von der Ge- schäftsführung getragen und von allen Mitarbeitenden umgesetzt wird. Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung des betrieblichen Gewässer- schutzes zu fördern und die Umsetzung der Maßnahmen im Alltag sicherzustellen. hw Heike Wagner | Referentin für Umwelt und Klimaschutz 07531 2860-190 heike.wagner@konstanz.ihk.de Themen: Abfall und Verpackung, Immissionsschutz, Gewässerschutz Um- weltschutz, Kreislaufwirtschaft, EMAS, Klimaschutz, CBAM, CO 2 -Bilanzierung
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5