Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember'22 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 12 | 2022 18 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg 17 4. Zukunftsforum Mit Start-up Mentalität und guter Politik gegen die Krisen 19 Junioren bei „HEBUmedical“ Die Welt der Medizinprodukte 20 Existenzgründung Französische Konditorei in Villingen 22 Single Market Emergency Neues Instrument der EU 25 Cannes Lions Trends in der Kreativwirtschaft 26 20 Jahre Studium Plus Die besondere Kombination 27 Weiterbildungsprogramm 2023 Von Azubi-Knigge bis Studium ohne Abitur 29 Forum Medizintechnik Nachhaltigkeit als Wettbewerbs- vorteil 30 IHK-Arbeitskreise bei Maico IT-Lösungen erhöhen Produktivität INHALT Öffnungszeiten der IHK und der Außenstellen zum Jahreswechsel Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ist an den gesetzlichen Feiertagen vom 24. bis 26. Dezember sowie am 1. und 6. Januar 2023 geschlossen. Die IHK- Außenstelle Tuttlingen ist vom 23. Dezember bis einschließ- lich 6. Januar 2023, geschlossen. Die Unternehmen können sich in dieser Zeit an die IHK, Albert-Schweitzer- Straße 7, 78052 Villingen- Schwenningen wenden. der großen öffentlichen Aufmerksamkeit eine gute Chan- ce: Wir konnten erklären, warum Junghans anders wird und weshalb Kunden wieder unsere Produkte kaufen sollten“, blickte Stotz zurück. Der Wandel bei Junghans bewegte sich über 161 Jahre vom mechanisch einfachen Massenprodukt über ausgeklügelte Elektronik in der Zeit- messung bis zu den heutigen hochwertig gestalteten Zeitmessern. Von Start-ups lernen Eine viel kürzere Unternehmensgeschichte hat Marco Bertiller von der Spinnax GmbH & Co. KG. Er stellte sei- ne Sicht darauf vor, was etablierte Unternehmen von Start-ups lernen können, um den eigenen Wandel bes- ser vorantreiben zu können. So hätten neu gegründete Unternehmen zum Beispiel erst einmal keine Marktan- teile zu verlieren und agieren risikobereiter. Sein Rat an Unternehmen lautete, entweder die eigene Unterneh- menskultur nachhaltig aufzubrechen, um Innovation zu begünstigen oder aber eigene Start-ups zu gründen, um aus diesen unabhängig agierenden Einheiten schnelleren Innovationserfolg zu ziehen. Stefan Beetz, Geschäftsführer der Isgus GmbH, schil- derte am Beispiel seines Unternehmens, wie der Wandel eines Unternehmens aus sich selbst heraus aussehen kann: So sei der Umbau des einstigen Schwenninger Stechuhren-Herstellers zu einem „Systemhaus mit an- geschlossener Fertigung“ ein Prozess über viele Jahre gewesen. Die Notwendigkeit zum Umbau des Familien- unternehmens schuf die Krise der Uhrenindustrie in den 1970er Jahren. Insbesondere die zu hohe Fertigungstiefe mit entsprechenden Kosten und die zu geringe Innova- tion seien dabei maßgebliche Faktoren gewesen. Vor allem aber durch unternehmerischen Mut und einer Prise Glück für die Unternehmensleitung konnte Isgus dennoch erfolgreich wachsen. „Die Krise machte eine starke Umgestaltung in der Region nötig – und die daraus entstandene Diversifizierung ist heute unsere Stärke“, schaute Beetz auf das Heute. Schließlich appellierte Beetz noch an die Politik, die Rahmenbedingungen durch den Abbau von Bürokratie und Regulierungswut zu verbessern. „Wir kommen sonst kaum noch dazu, unsere Arbeit als Unternehmer zu ma- chen“, so sein Fazit. RG Rund 100 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich beim 4. Zukunftsforum wertvolle Tipps und Impulse abzuholen. Bilder: Michael Kienzler Niklas Lehmann Fachbereich Innovation | Umwelt 07721 922-414 niklas.lehmann@vs.ihk.de
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