Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'22 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
21 6 | 2022 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten ANZEIGE Robert Fleischer, Niederlassungsleiter der Emons Spedition GmbH in Villingen-Schwenningen: „Es besteht definitiv Bedarf zur Reaktivierung stillgelegter und Schaffung neuer Verlade- möglichkeiten von Gütern auf die Schiene. Emons ist bereits im Schienengüterverkehr tätig und könnte sich durchaus auch die Betreiberschaft eines neuen Terminals vorstellen – Vorausset- zung wäre eine elektrifizierte Bahnstrecke bis ans Ladegleis. Ziel sollte es sein, bestehende Trailerverkehre aus der Schweiz und Süddeutschland nach Norden, Osten und Westen auf die Schiene zu verlagern.“ Dietrich Nübling, Leiter Holzmanagement beim Forstbetrieb Fürst zu Fürstenberg in Donaueschingen : „Über unseren Starkholzhof in Hüfingen mit erfolgreich reaktiviertem Anschlussgleis sind wir seit einiger Zeit in der Lage, Waggonverladungen bis hin zu Ganzzügen durchzuführen. Es gibt zunehmend Anfragen zur Mitverladung ande- rer Güter. Diese Möglichkeit wollen wir dazu nutzen, die vorhandene Gleisinfrastruktur vor Ort noch besser auszulasten.“ Thomas Rathgeb, Schuler Rohstoff GmbH in Deißlingen: Unsere Sekundärrohstoffe an den regionalen Standorten in Deißlingen und Singen werden primär über die Schiene zu den Abnehmern transportiert. Die eigenen Gleisanschlüsse und Rangierloks er- möglichen hohe Kapazitäten für die Bahnverladung. Leider stellt uns die Versorgung mit Waggons immer wieder vor erhebliche Herausforderungen. Auch das Terminal in Kornwestheim erweist sich immer wieder als Nadelöhr und führt zu Störungen in den Betriebsabläufen.“ Hintergrund Die Industrie- und Handelskammer hat im Rahmen einer Potenzialanalyse zum Kombinierten Verkehr ermitteln las- sen, welche Gütermengen aus der Region Schwarzwald- Baar-Heuberg auf die Schiene verlagert werden könnten. Ein zentrales Ergebnis war, dass ein kleines Verladeterminal erst langfristig entstehen könnte. Kurz- und mittelfristig bieten die Mitverladung bei Unternehmen mit bestehen- der Gleisanbindung und die verstärkte Nutzung regionaler Verlademöglichkeiten schnellere Erfolge auf pragmatischer Ebene. Die IHK-Potenzialanalyse kann unter www.ihk-sbh.de durch Eingabe der Dokumentennummer 4828272 in der Suchmaske heruntergeladen werden. Bei Fragen und Interesse am IHK-Netzwerk Schienengüterverkehr steht IHK-Projektleiter Martin Schmidt zur Verfügung.
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