Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'22 - Hochrhein-Bodensee

ANZEIGE www.resin.de , info@resin.de Binzen, Freiburg, Waldshut-Tiengen Z Digitales Workflow- und Archivierungssystem Z Revisionssicher nach GoBD Z Inklusive E-Mail Archivierung Z Inklusive Verfahrensdokumentation Z Individuell anpassbar Z Browserbasiert PLATINUM PARTNER 2022 Digitale Archivierung für alle Unternehmensgrößen Diana Stöcker MdB CDU, Bundestagswahlkreis Lörrach-Müllheim Welche Wirtschaftsthemen werden aus Ihrer Sicht 2022 wichtig und sollten in den Fokus gerückt werden? Unsere Region zeichnet sich durch viele KMU aus. Sie sind das Rückgrat unseres Wirtschaftsstandortes. Mir ist die unbürokra- tische Förderung dieser Unternehmen beson- ders wichtig, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch bei der Fachkräftegewinnung. Dazu gehört auch, Planungsverfahren zu beschleu- nigen und endlich Bürokratieabbau. Wichtig wird nach der Pandemie sein, die Ortskerne und Innenstädte neu zu beleben. Auch müs- sen wir bei der Digitalisierung, Forschung, Entwicklung und beim Technologietransfer beschleunigen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Hier bedarf es Ideen und pass- genauer Investitionsprogramme. Wofür werden Sie sich 2022 persönlich mit größter Priorität einsetzen? Ich bin Ordentliches Mitglied im Gesund- heitsausschuss. Zentrale Themen für mich sind: Fachkräftemangel in der Gesundheits- branche, Entlastung pflegender Angehöriger, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Palliativver- sorgung, Prävention, Rehabilitation. Die Pan- demie hat einmal mehr gezeigt, dass wir die Produktion von Wirkstoffen, Arzneimitteln und Medizinprodukten wieder mehr nach Europa holen müssen. Sie muss für die Produzenten von versorgungsrelevanten Wirkstoffen wirt- schaftlich sein und unabhängig vom Endpreis des Arzneimittels vergütet werden. Wichtig ist zudem für Unternehmen Planungssicherheit und eine langfristige Strategie, damit sich das Investment lohnt. Rita Schwarzelühr-Sutter MdB SPD, Bundestagswahlkreis Waldshut Welche Wirtschaftsthemen werden aus Ihrer Sicht 2022 wichtig und sollten in den Fokus gerückt werden? Nach der Pandemie muss es für die Wirtschaft einen Aufbruch geben, der damit beginnt, dass die Rückzahlmodalitäten der Coronahilfen überprüft werden. Und es braucht Impulse zur Transformation – vor allem in strukturschwa- chen Regionen. Wer mit klimafreundlicher Innovation und Digitalisierung Arbeitsplätze schafft, verdient besondere Chancen bei öffentlichen Vergaben, wettbewerbsfähige Strompreise und qualifizierte Fachkräfte. Um gegen den Onlinehandel bestehen zu können, muss der stationäre Einzelhandel genauso in den Fokus des neuen Fortschritts gerückt wer- den wie inländischer Tourismus. Wofür werden Sie sich 2022 persönlich mit größter Priorität einsetzen? Wie ein Brennglas hat Corona gezeigt, wo un- sere Gesundheitsversorgung steht. Das gilt für alle Bereiche dieses Wirtschaftszweiges, der sich rechnen soll, der aber vor allem eines leisten muss: den Menschen zu helfen. Dass unser Gesundheitssystem bis heute durchge- halten hat, verdanken wir den vielen, die über den Rand ihrer Kräfte hinaus weitergearbeitet haben. Sie waren der Anker unseres gesell- schaftlichen Zusammenhalts in der Pandemie, und sie verdienen, dass wir zur Erneuerung der Gesundheitswirtschaft die Qualität, die Ausstattung und vor allem ihre Löhne auf ein angemessenes Niveau heben. Dr. Lina Seitzl MdB SPD, Bundestagswahlkreis Konstanz Welche Wirtschaftsthemen werden aus Ihrer Sicht 2022 wichtig und sollten in den Fokus gerückt werden? Die Coronapandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werden uns weiterhin beschäftigen. Die solidarische Unterstützung derer, die derzeit um ihre Existenz kämpfen, ist nach wie vor besonders wichtig. Deshalb haben wir die Co- ronahilfen für Unternehmen gerade verlängert. Aber auch der zunehmende Fachkräftemangel wird im Fokus bleiben. Das betrifft nicht nur die Pflege oder die Lehrerversorgung, sondern auch das Handwerk. Denn ohne Fachkräfte werden wir unsere Klimaziele und auch den angestrebten Bau von Wohnungen nicht er- reichen. Wofür werden Sie sich 2022 persönlich mit größter Priorität einsetzen? Als Bildungspolitikerin ist die geplante Bafög- Reform eines meiner Kernanliegen in diesem Jahr. Die Chancen junger Menschen dürfen nicht länger vom Geldbeutel der Eltern ab- hängen. Wir können es uns auch wirtschaft- lich nicht leisten, diese Potenziale weiter zu verschwenden. Auch die Senkung der Kosten für die Meisterausbildung, die Stärkung der beruflichen Ausbildung und die Förderung von Weiterbildungschancen sind zentral, um den Fachkräftebedarf zu sichern und die zukünfti- gen Transformationsaufgaben gut zu meistern. Bilder: Rita Schwarzelühr-Sutter und Dr. Lina Seitzl: photothek.net; Diana Stöcker: Jürgen Weisheitinger

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