Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'21 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
29 6 | 2021 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Besuchen Sie uns Online! Schmierstooe von Bürk-Kauumann A l l e s a u s e i n e r Ha n d Erhard Bürk-Kauumann GmbH Neuuenstraße 27-29 78056 VS-Schwenningen Telefon +49 7720 6924-400 www.b uerk-kauumann.de ANZEIGE men, jedoch auch die Zahl der Studienabbrecher in technischen Fächern. Eine anspruchsvolle technische Ausbildung in einem Be- ruf mit erheblichem Zukunftspotenzial und -bedarf ist für diese Zielgruppe ideal. Und das ist nur ein Beispiel. Die Möglichkeiten gehen weit darüber hinaus bis hin zu einer höheren Frauenquote in sogenannten MINT-Berufen. Denn ich bin mir sicher, dass sich mehr junge Frauen von Inhalten wie Analysetätigkeiten, dem Qualitäts- management und der technologischen Begleitung von Prozessen angesprochen fühlen. Welche Voraussetzungen müssen zukünftige Bewerber mitbringen? Wie man sicherlich bereits heraushören konnte, ist natürlich ein Interesse an den MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Natur- wissenschaften und Technik, eine Grundvoraussetzung, um sich in diesem Beruf wohlzufühlen. Nur mit einem ehrlichen Interesse an den technischen Abläufen und einem Blick fürs Detail bereitet der Beruf Freude – und dann kommt der Erfolg von allein. Auf der schulischen Seite ist in unserem Unternehmen ansonsten das Abitur oder ein sehr guter Realschulabschluss Voraussetzung. Produktionstechnologen sind Fachleute für Qualität, Zeit, Kosten. Wo sehen Sie diese Einsatzgebiete in Ihrem Unternehmen? Wir investieren sehr viel in die Weiterentwicklung von Technologien und arbeiten mit einem Hightechmaschinenpark am Puls der Zeit. Daher gibt es für Produktionstechnologen bei uns viele mögliche Arbeitsbereiche: von der Prozessüberwachung und -optimierung, dem Qualitätsmanagement, der vernetzten Fertigungsplanung und -steuerung und der werksübergreifenden Logistik bis hin zu neuen Applikationsentwicklungen, Themen rund um Industrie 4.0 sowie künstliche Intelligenz und natürlich die Sparte Umweltmanagement. Welche Aufstiegsmöglichkeiten hat ein Produktionstechnologe in Ihrem Unternehmen, und wie sehen Sie die Zukunft dieses Berufes generell? Kurz gesagt: Nach oben sind engagierten Fachleuten keine Grenzen gesetzt. Für mich steht außer Frage, dass der Beruf eine wichtige Stütze für viele Unternehmen im produzierenden und produktionsun- terstützenden Gewerbe einnehmen sollte und wird. Aufgrund dieser enormen Zukunftsrelevanz für den technologischen Fortschritt des Unternehmens sehe ich die Produktionstechnologen in einer Exper- tenlaufbahn – bis hin zu Seniorexperten. Eine solche Expertenlauf- bahn kann sich selbstverständlich auch zu einer Führungslaufbahn entwickeln. Da haben wir bei Häring kein starres System, sondern gehen vielmehr individuell auf die Talente im Haus ein, wenn uns das entsprechende Engagement und Interesse gezeigt wird. Warum ist der Beruf auch für andere Unternehmen eine attrak- tive Ergänzung? Wenn man einmal hinter die Kulissen eines Unternehmens blickt, wird schnell klar, dass jeder Betrieb daran interessiert sein soll- te, seine Prozesse zu optimieren. Qualität, Zeit und Kosten – je besser jede einzelne Komponente ist, desto besser wirtschaftet ein Unternehmen. Ob die verarbeiteten Materialien dabei Metall, Kunststoff oder etwas anderes sind, ist unerheblich, ebenso die Branche des Unternehmens. Auch Dienstleister und Maschinenbau- er haben Prozesse. Und wo Prozesse sind, kann optimiert werden. Ganz persönlich muss ich zudem sagen, dass es mich freuen würde, wenn dem Ausbildungsberuf in unserer wirtschaftsstarken Region eine Chance gegeben wird. Für junge Nachwuchskräfte ist es ein attraktives Angebot, und ich sehe es als unserer Pflicht, junge Leute für eine Berufsausbildung zu begeistern. Genau diese Chance haben wir mit dem Beruf des Produktionstechnologen. Interview: Alexander Fritz.
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