Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '19 -Südlicher Oberrhein
11 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 21 ZIPSE AUSBAU-FACHMÄRKTE - Lothar Zipse e.Kfm. Offenburg, Im Drachenacker 2 (neben Camping Kuhn) Rust, Tullastr. 3 (neben Lidl) Kenzingen, Tullastr. 26 (neben Wohnzentrum) Gundelfingen, Alte Bundesstr. 1 (neben BabyOne) www.zipse.de Schausonntag Jeden Sonntag 14-17Uhr Trendböden für höchste Ansprüche HINTERGRUND Die Handelskammer Colmar und die Industrie- und Handelskammer Freiburg, die 1959 das Partnerschafts- abkommen miteinander vereinbart haben, gibt es heute beide in der damaligen Form nicht mehr. Die IHK Freiburg hat sich 1973 mit der IHK Lahr zur IHK Südlicher Oberrhein zu- sammengetan. Ähnliches ist auf Elsäs- ser Seite passiert: Die drei Chambres de Commerce et d‘Industrie (CCI) des Süd-, Mittel- und Nordelsass mit ihrem jeweiligen Sitz in Mulhouse, Colmar und Straßburg schlossen sich 2016 zur CCI Alsace Eurométropole zusammen. Straßburg ist seither Hauptsitz, die Strukturen in Colmar und Mulhouse bestehen als Niederlassungen weiter. Christiane Roth ist Präsidentin in Col- mar, Jean-Luc Heimburger Präsident der CCI Strasbourg und Alsace Euro- métropole. Seit der französischen Ver- waltungsreform 2016 gibt es zudem eine CCI Grand Est, zu der auch die CCI Alsace Eurométropole gehört. Sitz dieser neuen übergeordneten Kammer ist Straßburg. kat selbst ein Beispiel der guten deutsch-fran- zösischen Zusammenarbeit ist: Die Französin leitet seit 2013 den Geschäftsbereich Inter- national der IHK Südlicher Oberrhein und hat zuvor für die CCI in Colmar gearbeitet. 2009 organisierte sie die Feier zum 50. Jubiläum der Partnerschaft auf der elsässischen Seite, dieses Mal auf der badischen. Verkehr, Raumplanung, Bildung, Energie, Umwelt – das waren die wichtigsten ge- meinsamen Themen der vergangenen sechs Jahrzehnte, und das sind gleichzeitig die ak- tuellen Schwerpunkte. Der Aachener Vertrag, den Deutschland und Frankreich Anfang des Jahres unterschrieben haben, beinhaltet ein Verkehrs- und ein Raumplanungsthema aus der Region: die Wiederbelebung der Bahnstre- cke Colmar-Freiburg und die Umwidmung des Akw Fessenheim in ein binationales Gewerbe- gebiet. IHK-Präsident Steffen Auer sieht darin eine „Riesenchance“ und ist sich mit seinem Straßburger Kollegen, CCI-Präsident Jean- Luc Heimburger, einig, dass die Umsetzung nur zusammen funktioniert. Als gemeinsamer Wirtschaftsraum mit insgesamt rund 260 Mil- liarden Bruttoinlandsprodukt könne man zu einem globalen „Big Player“ werden, meinte Heimburger. kat
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