Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Schwarzwald-Baar-Heuberg

5 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 27 Gastbeitrag von IHK-Vizepräsident Steffen P. Würth Europa fordern: Aus der Vielfalt das Beste lernen E uropa ist ein Wirtschaftsraum. Es ist ein Raum zum Leben, ein Raum zum Reisen, ein Raum für Mitein- ander. Es ist ein Raum des gegenseitigen Austauschs. Europa ist ein Raum für Frieden. Das war es nicht immer. Dort, wo sich vor 100 Jahren Nationen feindlich gegen- überstanden, gibt es heute freund- schaftliche Beziehungen: zwischen Unternehmen, Kommunen, Vereinen, Menschen und Familien. Wir schätzen einander. Wir können uns aufeinander verlassen. Wir lernen voneinander. Ge- meinsam sind wir besser. Diese Botschaft ist keine Selbstver- ständlichkeit. Und doch wundert man sich, dass es überhaupt diese Stand- punktbestimmung braucht. Warum ist diese Standortbestimmung wichtig? Weil es für Frieden und Gemeinsames keine Garantie gibt. Mit der Finanzkrise 2008 wurde über die steigende Ver- schuldung der Staaten Europas etwas in Gang gesetzt: „Geber und Nehmer- Länder“, „arm und reich“, „Wir und die“ wurde letztlich salonfähig. Als Unternehmer einer starken Wirtschaftsregion irritiert mich die- se Auffassung. Schwarzwald, Baar und Heuberg waren schon immer geprägt durch Austausch, Verkehr, Handel, Warenfluss. Wir sind geprägt durch Vielfalt und vom Vertrauen auf unser Können. Unterschie- de sind selbstverständlich: in der Leistung von Un- ternehmen, von Privatpersonen, von Regionen und Ländern. Diese Unterschiede sind wichtig: Es zählt schließlich, was man tut. Eine solche Gemeinschaft der Vielfalt kann Europa sein, ein solches Europa wollen wir fordern. In unserem System der Beruflichen Ausbildung findet sich dieser Gedanke eins zu eins wieder. Während die Jugendar- beitslosigkeit in den südlichen Ländern stieg, wuchs der Fachkräftebedarf im deutschsprachigen Raum. Der Austausch zwischen den Ländern wuchs: Ausbil- dungskooperationen, Wel- comecenter, gute Erfolge. Nicht jedes Engagement hat funktioniert: Aber wo ist das schon der Fall? Wichtig war von- einander zu lernen, gemeinsam besser zu werden, die Stärken zu fokussieren. Eine gute Entwicklung für Europa und seine Institutionen. 2019 wollen wir Europa fordern. Wir wollen es mit all seinen Stär- ken, seinem Können, seiner Viel- falt herausfordern, das Beste zu leisten und sein Bestes zu geben. Wir wollen es aber auch als Uni- on bestmöglich unterstützen und einfordern. 70 Jahre Grundgesetz sollten Anlass für weniger Klein- staaterei in den EU-Institutionen sein. Und 100 Jahre nach Gründung der Weimarer Repu- blik geben Anlass, Frieden und Stärke des Gemeinsamen in den Fokus zu nehmen. Wir wollen miteinander an allen Herausforderungen arbeiten, nicht übereinander an allen Defiziten mäkeln. Wir wollen gemeinsam Perspektiven schaffen - und nicht den Sektierern auf den Leim gehen. ANZEIGEN »Voneinander lernen, gemeinsam besser werden, Stärken fokussieren« UF Gabelstapler GmbH Tel.: 07572 7608-0 Fax: 07572 7608-42 Am Flugplatz 10 88367 Hohentengen www.uf-gabelstapler.de info@uf-gabelstapler.de Schulungstermine Sa. 15.06.2019 für Gabelstaplerfahrer Sa. 20.07.2019 für Hubarbeitsbühnen Baumann Diesel Seitenstapler • Typ: DFQ 50LL/14/60 TR NEU • Tragkraft: 5.000 kg • Hubhöhe: 6.000 mm • Niveauausgleichsgabel • Komplette Straßenbeleuchtung • 2 Rungen á 1.800 mm • Dieselpartikelfilter • Joystick-Steuerung Ständig über 350 neue und gebrauchte Gabelstapler am Lager - Kundendienst - UVV-Abnahme - Ersatzteile - Regaltechnik - Verkauf - Vermietung Preis auf Anfrage

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