Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Schwarzwald-Baar-Heuberg

5 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 23 IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg REGIO REPORT Energieeffizienzpreis „topRUNNER“ Nur Gewinner Z um ersten Mal wurde der Energieeffizienzpreis „topRUNNER“ Schwarzwald-Baar-Heuberg vergeben. Zehn Unternehmen ha- ben es in die Endrunde geschafft und präsentierten ihre Projekte im Rahmen einer Ausstellung im Umweltzentrum auf dem ehemali- gen Landesgartenschaugelände in Villingen-Schwenningen. Dabei wurden drei herausragende Projekte von Umweltstaatssekretär Andre Baumann und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez mit der „topRUNNER“-Trophäe ausgezeichnet. Mit dem ambitionierten Umbau einer alten Dorfschule zu einem mo- dernen Verwaltungs- und Produktionsgebäude schaffte es die Fiehn Gebäudeautomation GmbH aus Königsfeld auf den dritten Platz. Das Neubauprojekt der Firma Lifttec GmbH aus Donaueschingen unterschreitet den „EnEV“-Standard um deutliche 72 Prozent und landete damit auf dem zweiten Platz, knapp hinter der Engesser GmbH aus Geisingen. Der Kunststoffspezialist und Familienbetrieb hat mit wenig Aufwand viel erreicht und setzt beim Kühlen der Spritzgießmaschinen und -werkzeuge auf Regenwasser, das in Erd- tanks lagert. Dadurch bedarf es keiner weiteren energieintensiven Kühlung durch Kühltürme oder Kühlanlagen. Aber auch die weiteren sieben Projekte überzeugen und stellen einmal mehr den Anspruch zur Technologieführerschaft, der den Mittelstand unserer Region prägt, unter Beweis. Insgesamt werden durch die zehn Projekte weit über 300 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart – und das jährlich. Ein toller Erfolg: Das Klima geht dank dieses Engagements als größter Gewinner vom Platz. Scho Simon Scholl, Kompetenzstelle Energieeffizienz, 07721 922-149, simon.scholl.keff-bw@vs.ihk.de , www.keff-bw.de Workshop „StandortHelden“ Händler forcieren Umsatz mit Touristen T homas Weisser, Triberger Unternehmer und Vor- sitzender des IHK-Handelsausschusses, sieht in der ältesten Stadt Baden-Württembergs großes Potenzial. „Eine Stadt wie Rottweil hat ja viel zu bie- ten – eine historische Innenstadt, hervorragende Ver- kehrsanbindung, Natur, das Neckartal und als Magnet den Testturm.“ Weisser eröffnete den Workshop für „StandortHelden“ im Rottweiler Kapuziner, der zu- sammen mit dem GHV Rottweil organisiert wurde. Ziel: Maßnahmen für mehr Umsatz im Einzelhandel durch Touristen. Das Angebot wurde gerne angenom- men: Die rund 30 anwesenden Händler erarbeiteten selbstständig Strategien, um die Umsatzzahlen nach oben zu bringen. Referent Elias Henrich, Geschäfts- feldleiter für Kommunalentwicklung und Marken- strategie der Imakomm Akademie, gab Impulse und moderierte die Veranstaltung. Jetzt gehe es darum, etwas mit dem zu machen, was man hat und nicht davon zu träumen, was man alles haben könnte, betonte Weisser in seinem Einführungs- vortrag „Erlebnis.Raum.Stadt – Tourismus als Plan B“. Von den 250.000 Rottweiler Tagestouristen jährlich solle es doch möglich sein, jeden Dritten in die Innen- stadt zu lenken. Es fehlt noch immer die Hängebrücke, die Turm und Stadt verbindet. Das stellte auch Tho- mas Weisser fest. „Eine andere, direkte Lösung muss her.“ Und auch die Lösung brachte er mit: „Die Stadt ist die Bühne. Und ihr seid die Akteure, die diese Büh- ne bespielen.” Attraktive Erlebnisangebote können Touristen in die Innenstadt locken. Der Ausschuss- vorsitzende fragte weiter in der Runde: „Sind Helden da? Mutige, einsatzbereite Menschen, die anpacken können?“ Er selbst ist so einer und kann darauf ver- weisen, den inzwischen sensationell erfolgreichen Triberger Weihnachtszauber aus der Taufe gehoben zu haben. Der Weihnachtszauber zieht mittlerweile viele Touristen aus nah und fern an. Gerade bei den sich zunehmend verändernden Rahmenbedingungen sei es für den stationären Einzelhandel wichtiger denn je, sich in einem attraktiven Umfeld und mit Erlebnis- angeboten zu zeigen. In Rottweil stelle sich damit vor allem die Frage, wie man in der Innenstadt Erlebnisse und Angebote als Touristenmagnete schaffen kann. Erste Lösungsansätze brachte schließlich der Work- shop hervor. Beschilderungen und Freizeitangebote wie Segwaytouren gehören zu den ersten Ideen, um Touristen vom Testturm auch in die Innenstadt zu bringen. hae Lena Häsler, Projektleiterin Handel, 07721 922-167, haesler@vs.ihk.de »Die Stadt ist die Bühne. Und ihr seid die Akteure« Im IHK-Workshop erarbeiteten sich die Händler Strategien für mehr Umsatz. Bild: Ralf Graner

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