Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar'19 - Südlicher Oberrhein

Wirtschaft im Südwesten 1 | 2019 26 REGIO REPORT IHK Südlicher Oberrhein Kratzer Erweiterung; Neubau einer Produktions-und Lagerhalle mit 4- geschossigem Bürogebäude ca.6.100,00 m² Heinrich-v.-Andlaw-Str. 16 79232 March-Hugstetten Tel.: 07665 93418- 0 Fax: 07665 93418-10 info@troetschler.de www.industrie-gewerbebau.de Trötschler Industrie- und Gewerbebau GmbH ANZEIGE Neues Bildungsmodell: vom Industriekaufmann zum Industriefachwirt in einem Jahr Sahnehäubchen Industriefachwirt M ädchen und Jungen mit Abitur oder Fach- hochschulreife, die im September 2019 die Ausbildung zum Industriekaufmann beziehungsweise zur Industriekauf- frau starten, können gleichzeitig ihren Industriefachwirt in Angriff nehmen: Mit Zusatzunterricht während der Ausbildung und einem Vorbereitungs- kurs im Berufsjahr nach der Abschlussprüfung können sie die Prüfung Industriefachwirt IHK ab- legen. Initiiert wurde das Bildungsmodell von der IHK Südlicher Oberrhein, der Max- Weber-Schule in Freiburg und dem IHK-Bildungszentrum, um die Aus- und Weiterbildung in In- dustriebetrieben zu fördern und neue Führungsnachwuchskräfte zu gewinnen. „Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Konkurrenz bei der Gewinnung von qualifizierten Auszubildenden kann ein solches Angebot den Unternehmen mehr ausbildungsinteres- sierte Jugendliche bringen“, ist Simon Kaiser, Leiter Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung bei der IHK, überzeugt. „In Zeiten, in denen immer mehr Jungen und Mädchen mit Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium anstreben, ist ein solches Modell sicher eine interessante Alternative, die den einen oder anderen zur dualen Ausbildung lockt.“ Industriekaufleute, die diese Weiterführung ihrer dua- len Ausbildung anstreben, entscheiden sich schon vor dem Beginn der Lehre für das Modell. Denn bereits während der zweijährigen Berufsausbildung erhalten sie Zusatzunterricht in der Berufsschule. Während der betrieblichen Fortbildung im dritten Jahr führt sie ein Vorbereitungskurs im IHK-Bildungszentrum gezielt auf die Prüfung Industriefachwirt IHK hin. Die 400 Unterrichtsstunden verteilen sich auf das ganze Jahr und finden einmal pro Woche ganztägig statt. Zwei Schwerpunkte bilden den Inhalt: Wirtschaftsbezogene Qualifikationen wie Volks- und Betriebswirtschaft oder Rechnungswesen und handlungsspezifische Qualifika- tionen wie Wissens- und Transfermanagement oder Führung und Zusammenarbeit. Die Prüfung für den wirtschaftlichen-Teil findet im Frühjahr statt, die für den handlungsspezifischen im Herbst. „Die Vorteile für Unternehmen, die diese Zusatzqua- lifikation anbieten, liegen auf der Hand“, sagt Kaiser. „Denn mit der Weiterbildung bleiben die jungen Leu- te mit dem Betrieb verbunden.“ Auch für Azubis, die diesen Weg gehen, erkennt der Experte Vorteile. „Die Vermittlung der Inhalte zur Industriefachwirte-Prüfung parallel zur schulischen Erstausbildung ermöglicht ei- nen effizienten Lernprozess. Außerdem ist mit diesem Modell der Schritt vom Azubi zum höchsten Abschluss, den die IHKs zu bieten haben, nämlich dem geprüften Betriebswirt, einfach rasend schnell.“ naz Informationen für Ausbildungsbetriebe und Azubis-in-spe: Tobias Steinhart, Tel: 0761 3858-181, tobias.steinhart@ freiburg.ihk.de Bild: ©by-studio - stock.adobe.com

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