Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'18 - Hochrhein-Bodensee
Dr. Heinrich Schneider Messtechnik GmbH · Rotlay-Mühle · 55545 Bad Kreuznach · Germany Tel. +49 671 291 02 · Fax +49 671 291200 · info@dr-schneider.de · www.dr-schneider.de SIMPLY PRECISE IHRE FRÄSTEILE Perfekte Ergebnisse – schnell gemessen! ANZEIGE Konstanzer Konzilgespräch für den Handel Thema „Ergebnis braucht Erlebnis“ D er Handel ist in einem großen Veränderungs- prozess. Schlagworte wie Onlinehandel, Big Data, Hyperwettbewerb und Frequenzrückgang sind in aller Munde. Viele inhabergeführte Betriebe und Werbegemeinschaften von Unter- und Mittelzentren fragen sich, was die Erfolgsfaktoren sind, um auch in Zukunft Handel stationär betreiben zu können. Die- se Erfolgsfaktoren sind Thema beim Konzilgespräch am 20. November ab 19.30 Uhr im Konzil Konstanz. Der Diskussionsabend zum Thema „Ergebnis braucht Erlebnis – Erfolgsfaktoren für den mittelständischen Handel“ wird vom Handelsverband Südbaden in Ko- operation mit mehreren Partnern, darunter auch der IHK, organisiert. Eingeleitet wird die Veranstaltung mit zwei Kurzvor- trägen. Sebastian Deppe von der BBE Handelsbera- tung GmbH erklärt, welche Strategieansätze er für das inhabergeführte Fachgeschäft bereithält. Seine Spezialgebiete sind Strategieberatung, Optimierung, Neupositionierung sowie Markt- und Standortanalysen besonders für Handelsunternehmen. Wolfang Koch von der Agentur Meyer & Koch, die zusammen mit Gewerbevereinen und Kommunen Leitbilder, Strate- gien sowie Finanzierungskonzepte entwickelt, spricht über innovatives Stadtmarketing. Nach den beiden Kurzvorträgen wird Walther Rosenberger, Leiter der Wirtschaftsredaktion des Südkuriers, die Gesprächs- runde moderieren. Mit auf dem Podium ist Hermann Müller, Schuhhändler aus Meßkirch und Gewinner des Zukunftspreises Handel 2007. AI Anmeldung per E-Mail an: anmeldung@hv-suedbaden.de die Daten zu finden, da es keine Meta-Suchmaschinen über die unterschiedlichen Systeme und Programme gibt. Letztlich müssen Auskunftsersuchen dann aufwendig manuell bearbeitet werden. Außerdem gibt es noch viele offene Fragen zum Datenpannenma- nagement. Verstöße sind binnen 72 Stunden zu melden. Die Bildung von typischen Fallgruppen und deren Erklärung in Merkblättern durch die Behörden wären hilfreich. Wie können Unternehmen gewährleisten, dass alle Prozesse DSGVO-konform ablaufen? Es fängt immer mit der Analyse der Prozesse an. Hier findet dann ein Ist-Soll-Vergleich statt. Zumeist bildet sich zuerst eine Daten- schutz-Arbeitsgruppe, später erfolgt die Benennung von internen Verantwortlichen. Wichtig sind regelmäßige Sitzungen zum Thema Datenschutz, um aktuelle Fragen zu besprechen. Datenschutz soll- te prioritär behandelt werden und nicht als Lästigkeit. Außerdem spielt die Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle. Mitarbeiter müssen Prozesse hinterfragen dürfen. Fehler sollten nicht bestraft werden, vielmehr sollte es eine Belohnungskultur geben. Wo können die Mitgliedsunternehmen Hilfe bekommen? Wie bereits angesprochen sind die Behörden gute Ansprechpartner. Die Unternehmen können sich bei ihren eigenen Datenschutzbe- auftragten, bei der Aufsichtsbehörde in Stuttgart, bei der Daten- schutzkonferenz (DSK – Gremium der Aufsichtsbehörden) oder bei Branchenverbänden wie Bitkom oder dem Verein GDD Hilfe holen. Auf deren Webseiten stehen zahlreiche Arbeitshilfen und Vertragsmuster. Welche Konsequenzen zeigten sich bisher? Behörden haben bislang meines Wissens nach noch keine Strafen verhängt. Zunächst waren sie vor allem Freund und Helfer. Die reine Aufregung hat sich bisher gelegt. Ob das die Ruhe vor dem Sturm ist, kann ich nicht sagen. Ich glaube schon. Wir sehen nun erste Verwarnungen, nachdem sich Betroffene bei der Behörde beschweren. Zudem rückt der Datenschutz jetzt auch bei Legal Compliance Audits und Wirtschaftsprüfungen verstärkt in den Fo- kus. Ich denke, in ein bis zwei Jahren wissen wir alle mehr, und es wird erste Entscheidungen geben. Interview: AI
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